Würzburger Kickers: Michael Schlagbauer legt Amt des Vorstandsvorsitzenden nieder

Personelle Veränderung am Dallenberg. Michael Schlagbauer wird mit Wirkung des 15. Oktober auf eigenem Wunsch seinen Posten als Vorstandsvorsitzender der FC Würzburger Kickers AG niederlegen. Sein Amt als Vorsitzender des FC Würzburg Kickers e. V. behält der praktizierende Zahnarzt. Laut Kickers Angaben ein lang zuvor geplanter Rückzug. Manuel Innig, seit längerem im Führungszirkel der Würzburger Kickers, wird das Amt des Vorstandsvorsitzenden in der AG übernehmen.
Das ist noch nicht alles: Ariane Keupp, hauptamtlicher Vorstand der Kickers AG in Bereich Sponsoring/Marketing, tritt ebenfalls von ihrem Amt zurück. Sie möchte sich beruflich verändern. Ihren Platz nehmen Barbara Ziegler und Tillman Baer ein.

Hier die komplette Presse-Mitteilung der Würzburger Kickers: 

Führungswechsel beim Fußball-Drittliga-Aufsteiger FC Würzburger Kickers: Dr. Michael Schlagbauer wird auf eigenen Wunsch und mit Wirkung vom 15. Oktober 2015 seine Position als Vorstandsvorsitzender der FC Würzburger Kickers AG, unter deren Dach der Profifußball-Spielbetrieb beherbergt ist, aufgeben. Sein Amt als Vorstandsvorsitzender des FC Würzburger Kickers e.V. wird der Zahnarzt weiterhin ausüben. „Für uns war es wichtig, nach dem so schnellen Erreichen unseres Drittliga-Aufstieges zunächst auch organisatorisch in der 3. Liga Fuß zu fassen und alle Neuerungen, die uns durch den Profifußball auch auf unternehmerischer Ebene begegnet sind, zu etablieren. Das ist uns sehr gut gelungen, aktuell haben sich alle Abläufe weitgehend eingespielt und wir schwimmen nach all den enormen Kraftanstrengungen auch im organisatorischen Bereich wieder in ruhigerem Fahrwasser“, sagt Schlagbauer, der seinen von langer Hand geplanten Rückzug von der AG-Spitze damit begründet, dass „es für mich als selbstständigen Zahnarzt auf Dauer schlicht nicht mehr möglich ist, diese Aufgabe – noch dazu in Doppelbelastung als Vorstandsvorsitzender des Vereins – vollumfänglich wahrzunehmen. Deshalb habe ich mich schon länger dazu entschieden, eines der beiden Ämter abzugeben, meine ganze ehrenamtliche Kraft weiterhin den Kickers im Verein zu widmen und das Gesamtkonstrukt FC Würzburger Kickers auf diesem Weg Schritt für Schritt voranzubringen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, diesen Wechsel in die Tat umzusetzen.“

 

Nachfolger von Michael Schlagbauer an der Spitze der AG wird Manuel Innig. Der Unternehmer gehört seit längerem zum engeren Führungszirkel des FC Würzburger Kickers e.V. und ist aktuell eines von elf Mitgliedern des Aufsichtsrates im Verein. Der 42-jährige Geschäftsführer der „redworkgroup“, die deutschlandweit sehr erfolgreich Personaldienstleistungen anbietet, ist seit sieben Jahren bei den Kickers verankert, engagierte sich unter anderem auch als Trikotsponsor diverser Teams der Rothosen und arbeitete an diversen Themen mit, zuletzt brachte er seine Dienste auch maßgeblich in das „3 x 3-Projekt – in 3 Jahren in die 3. Liga“ ein. „Die Kickers waren schon immer eine Herzensangelegenheit“, sagt der Familienvater, der für seinen neuen Job an der Spitze des Profifußballs bei den Kickers nur ein Motto kennt: „Nicht reden, sondern machen!“ Für Schlagbauer ist Manuel Innig „ein Nachfolger, wie ich ihn mir gewünscht habe. Er ist nicht erst seit gestern bei den Kickers aktiv, kennt die Strukturen und Abläufe – und er war von Beginn an in meine jetzt getroffene Entscheidung eingebunden“.

 

Dieser personellen Veränderungen hat der zuständige AG-Aufsichtsrat bereits zugestimmt. „Wir freuen uns sehr, dass Manuel für einen fließenden Übergang sorgt und an exponierter Stelle mithelfen wird, die Würzburger Kickers weiter voranzubringen. Gleichzeitig gilt unser Dank Michael Schlagbauer, der in den vergangenen Jahren Enormes für die Kickers geleistet hat. Wir respektieren seine Entscheidung und können gut nachvollziehen, was es heißt, zum einen voll im Beruf eingespannt zu sein und gleichzeitig auch noch in Doppelfunktion ehrenamtlich zu arbeiten. Auch das ist es, was die Kickers ausmacht. Aber alles hat seine Grenzen. Umso wichtiger ist es, dass Michael den Kickers weiter erhalten bleibt und er seine Hauptkonzentration fortan dem Verein widmet. Berührungspunkte gibt es ohnehin auch künftig“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Thorsten Fischer.

 

Zudem gibt es eine weitere Personalie bei der FC Würzburger Kickers AG: Ariane Keupp, die als hauptamtlicher Vorstand den Bereich Sponsoring/Marketing seit Anbeginn strukturell aufgebaut und erfolgreich verantwortet hat, sieht ihre Mission als erfüllt an und möchte sich beruflich verändern: „Es war eine wunderbare und lehrreiche Erfahrung, mit den Kickers den Weg in den Profifußball zu gehen. Wir alle haben sehr viel dafür getan, dass dieser Weg nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch sehr schnell beschritten werden konnte. Mit dem Aufstieg in die 3. Liga und der strukturellen Konsolidierung der Organisation stehen die Kickers aktuell sehr gut da. Für mich ist daher der Zeitpunkt gekommen, um  zu neuen Ufern aufzubrechen“, sagt Keupp, die die AG in den kommenden Wochen  verlassen wird. Wohin die Reise geht, will sie noch nicht verraten: „Es gibt einige spannende Optionen, aber die finale Entscheidung, was meine persönliche Zukunft anbetrifft, habe ich noch nicht getroffen. Ich wünsche den Kickers für die Zukunft alles Gute – und wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja wieder.“ Dass ihr Herz auch weiterhin an den Kickers hängt, unterstreicht die Tatsache, dass Ariane Keupp auch in der Zeit nach ihrem offiziellen Ausscheiden ehrenamtlich das Vereinsprojekt ,Kickers hilft‘ unterstützen wird“.

 

„Ariane war die treibende Kraft bei der öffentlichen Umsetzung des 3 x 3-Projektes und hat den Klub an vielen Stellen professionalisiert, wofür wir uns ganz besonders bedanken“, sagt Thorsten Fischer. Seitens der FC Würzburger Kickers AG übernehmen ab sofort mit Barbara Ziegler (Sponsorenbetreuung) und Tillman Baer (Sponsorenakquise) zwei neue Mitarbeiter Hauptaufgaben von Ariane Keupp. „Außerdem werden wir uns ganz bewusst die Zeit nehmen, um auch auf diesem Terrain den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, der zu uns passt“, so Fischer.