Würzburg: 38 Illegale in Nachtzug aufgegriffen

WÜRZBURG. Beamte der Bundespolizei haben am frühen Donnerstagmorgen in einem Nachtzug aus München insgesamt 38 Personen aufgegriffen, die sich illegal in Deutschland aufhielten. Die 37 Syrer und ein Mann aus Eritrea, unter denen sich 29 Erwachsene und neun Kinder befanden, wurden zur weiteren Sachbearbeitung teilweise der Würzburger Polizei und der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried übergeben. Im Laufe des Donnerstags wurden die Personen dann an eine Einrichtung für Asylsuchende in Zirndorf weitergeleitet.

Zugbegleiter hatten kurz nach 02.00 Uhr Beamte der Bundespolizei in dem ICE aus München auf mehrere Personen aufmerksam gemacht, die offenbar keine Ausweise bei sich hatten. Bei der Überprüfung durch die Bundespolizisten stellte sich dann heraus, dass sich in dem Zug insgesamt 37 Syrer sowie ein Mann aus Eritrea befanden, sich illegal in Deutschland aufhielten.

Die 29 Erwachsenen und neun Kinder mussten den Zug am Hauptbahnhof in Würzburg verlassen. Sie wurden alle zu verschiedenen Polizeidienststellen gebracht. Wie sich bei den weiteren Ermittlungen der Polizeiinspektion Würzburg–Stadt, der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried und der Bundespolizei Würzburg herausstellte, waren die Leute über Italien nach Deutschland eingereist. Etwa die Hälfte von ihnen wollte zu Verwandten und Bekannten nach Skandinavien, um dort Asyl zu beantragen. Die andere Hälfte hatte sich Deutschland als Ziel ausgesucht.

Gegen die Erwachsenen wurden Ermittlungsverfahren wegen illegaler Einreise und illegalen Aufenthalts eingeleitet. Die 38 Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen im Laufe des Donnerstags zum Bahnhof begleitet, wo sie einen Zug in Richtung Zirndorf bestiegen.

Hinweise darauf, dass sich eventuell auch Schleuser in dem Zug befanden, haben sich bei den Ermittlungen der Polizeiinspektion Würzburg–Stadt nicht ergeben.