Teerkolonne bietet Arbeiten an: Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen

BIEBELRIED, KALTENSONDHEIM, VOLKACH, LKR. KITZINGEN. Am Montag und Dienstag sind Mitarbeiter einer Teerkolonne ungefragt auf Personen zugegangen und haben Asphaltarbeiten angeboten. Da es nicht zur fachgerechten Ausführung der vereinbarten Leistungen kam, ermittelt jetzt die Polizeiinspektion Kitzingen wegen Betrugs. Gleichzeitig warnt das Polizeipräsidium Unterfranken vor dieser Masche.

Am Montag um 12:30 Uhr haben Mitarbeiter einer ausländischen Kolonne einen Rentner aus Kaltensondheim angesprochen. Sie boten die Asphaltierung einer Einfahrt an. Nach einer Übergabe von 2.500 Euro legten die etwa sieben Mitarbeiter mit der Arbeit los. Der Geschädigte begutachtete nach dem Verschwinden die nicht vorhandene Asphaltdecke und stellte fest, das lediglich Split ausgestreut worden war.

Einen Tag später sprachen offenbar die gleichen Männer einen Einwohner in Biebelried an. Auch hier folgte ein unaufgefordertes Angebot über die Asphaltierung des Hofes. Man einigte sich eine Bezahlung ihn Höhe von 5.000 Euro. Kurz vor Abfahrt übergab der Geschädigte das Bargeld. Auch hier musste der Mann feststellen, dass nicht wie vereinbart asphaltiert wurde, sondern lediglich Split verteilt wurde.

Am Nachmittag gegen 15:00 Uhr trat die Kolonne das bislang letzte mal in Volkacher Ortsteil Gaibach in Aktion. Auf die gleiche Art und Weise erbeuteten sie 1.300 Euro von einer Frau.

Die Polizeiinspektion Kitzingen hat jetzt Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen. Bislang ist bekannt, das die Mitarbeiter der Kolonne mit einem blauen, 3-achsigen Lkw und einem weißen Pkw mit orangefarbener Rundumleuchte unterwegs waren. An dem Pkw waren französische Kennzeichen angebracht. Die Polizeiinspektion Kitzingen bittet um telefonische Mitteilung, wenn Zeugen diese Fahrzeuge auffallen sollten oder solche Arbeiten weiterhin anbieten.