Schöffe erkrankt – Strafprozess wegen versuchten Mordes vertagt

Marktheidenfeld/Würzburg. Der Strafprozess wegen versuchten Mordes in
Marktheidenfeld gegen einen 22 Jahre alten Mann ist geplatzt: Vor dem
für Dienstag geplanten dritten Verhandlungstag hat sich ein Schöffe –
offenbar für längere Zeit – krank gemeldet. Der Prozess muss deshalb im
Sommer neu durchgeführt werden.

Dem mehrfach vorbestraften Angeklagten liegt zur Last, im vergangenen Juni die 25-jährigen Marktheidenfelder in seiner Wohnung überfallen, mit
einem Schlagstock verprügelt und durch einen Messerstich in den Bauch
lebensgefährlich verletzt zu haben. Der 22-Jährige hat die Tat
weitgehend gestanden. Er hielt sein Opfer für den neuen Lebensgefährten
seiner Ex-Freundin, hatte aber aufgrund einer Verwechslung den falschen
Mann erwischt. Der jetzt erkrankte Schöffe war am ersten Verhandlungstag
im Sitzungssaal ohnmächtig geworden, als die Rechtsmedizinerin die
Verletzungen des Opfers schilderte. Nach dem Abbruch des Prozesses muss
die komplette Beweisaufnahme noch einmal durchgeführt werden. Vor Juli
ist nicht mit einer Neuauflage zu rechnen.