s.Oliver Baskets gewinnen gegen Bayreuth: doppeltes „Double-Double“ im Frankenderby

s.Oliver Baskets besiegen medi bayreuth dank einer starken zweiten Halbzeit deutlich mit 79:60 (41:39) und bleiben zuhause weiter ungeschlagen

Mit einer Steigerung nach der Pause haben die s.Oliver Baskets ihren starken Saisonstart in der Beko BBL fortgesetzt und im Frankenderby gegen medi bayreuth den fünften Sieg im sechsten Spiel geholt. Vor 3.140 Zuschauern in der restlos ausverkauften s.Oliver Arena setzte sich der Aufsteiger gegen die Gäste aus Oberfranken dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit 79:60 (41:39) durch. Dabei legte nicht nur Spielmacher Dru Joyce mit 18 Punkten und 10 Assists ein „Double-Double“ auf. Auch Center Brendan Lane erzielte mit 17 Punkten und 11 Rebounds zweistellige Werte in zwei Kategorien.

Dass Basketball häufig ein „Spiel der Läufe“ ist, wurde im ersten Frankenderby der noch jungen Saison ganz besonders deutlich. Die s.Oliver Baskets starteten furios: Die Unterfranken hatten sich nach gut vier Minuten bereits einen 13:2-Vorsprung herausgespielt und medi-Coach Michael Koch zur ersten Auszeit gezwungen. Danach lief es besser für die Gäste, die nun energischer auftraten, die Hausherren zu einigen Ballverlusten zwangen und nach einem 15:2-Zwischenspurt ihrerseits zum ersten (und einzigen) Mal mit 15:17 in Führung gingen.

Die Antwort der s.Oliver Baskets: Ein 16:0-Lauf, eingeleitet durch zwei erfolgreiche Dreier von Dru Joyce und abgeschlossen durch einen weiteren Distanztreffer von Cameron Long zum 31:17 in der 13. Minute. Dazwischen hatten Long und Brendan Lane den Ball gleich dreimal mit einem Dunking durch die Reuse geschickt.

Während Bayreuths Top-Scorer Jeffrey Xavier einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und bei neun Versuchen keinen einzigen Wurf aus dem Feld traf, kämpfte bei den Gästen vor allem Ken Horton gegen den hohen Rückstand: Der athletische Flügelspieler erzielte 17 seiner 19 Punkte vor dem Seitenwechsel, elf davon während der nächsten Bayreuther Aufholjagd vor der Pause. Seinen einzigen Dreier versenkte Horton mit der Halbzeitsirene zum Spielstand von 41:39 – das Derby war wieder völlig offen.

Nach der Pause legten die Hausherren dann in der Verteidigung noch einmal eine Schippe drauf und schafften es, den Gästen aus Oberfranken den Schneid abzukaufen. Zwischen der 21. und 29. Minute erzielte Jeffrey Xavier vier Punkte von der Freiwurflinie – mehr brachten die Bayreuther in dieser Phase nicht zustande. Die s.Oliver Baskets zogen mit dem vorentscheidenden 16:4-Lauf wieder auf vierzehn Zähler davon (57:43). Absoluter Höhepunkt war ein mächtiger Alley-Oop-Dunk des völlig allein gelassenen Lamonte Ulmer nach Einwurf-Anspiel von Dru Joyce – Ulmer dürfte mit dieser Szene einen vorderen Platz in den „Top10“ des Wochenendes bei Telekom Basketball sicher haben.

Erst in der 30. Minute trafen die Gäste durch Horton und Daniel Mullings noch zweimal aus dem Feld – beim Stand von 57:47 ging es in die letzte Viertelpause. Beide Teams machten dann im Schlussabschnitt aber genau da weiter, wo sie im dritten Viertel aufgehört hatten: Bayreuth erzielte nur vier Punkte zwischen der 31. und 37. Minute. Die s.Oliver Baskets trafen zwar auch nicht hochprozentig, setzten sich aber immer weiter ab.

Ein Dreier von Seth Tuttle zum 66:51 bedeutete in der 36. Minute die Vorentscheidung, Dru Joyce machte mit seinem dritten Drei-Punkte-Wurf der Partie zum 73:55 in der 39. Minute den Deckel drauf. Die s.Oliver Baskets haben mit ihrem fünften Sieg im sechsten Spiel ihren sechsten Tabellenplatz verteidigt und dürfen in einer Woche wieder zuhause spielen: Am 14. November um 20:30 Uhr sind die Eisbären Bremerhaven in der s.Oliver Arena zu Gast. Für das vierte Heimspiel der Saison gibt es noch rund 200 Tickets in der Main-Post-Geschäftsstelle in der Plattnerstraße 14, 97070 Würzburg und im Online-Ticketshop bei CTS Eventim.

Stimmen zum Spiel:

Doug Spradley, Headcoach s.Oliver Baskets:

Ich bin glücklich, dass wir diesen Sieg geholt haben. Meine Jungs haben hart gekämpft und gut verteidigt. Wir konnten Bayreuths Top-Scorer Jeffrey Xavier aus dem Spiel nehmen, auch Steve Wachalski hat erst ganz am Ende einen Wurf aus dem Feld getroffen. Mit Kenneth Horton hatten wir vor der Pause Problem, in der zweiten Halbzeit haben wir ihn besser in den Griff bekommen. Wir haben heute insgesamt besser gereboundet. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine Leistungssteigerung. Wir haben noch besser verteidigt, haben den Ball besser bewegt und hatten weniger Ballverluste.“

Michael Koch, Headcoach medi bayreuth:

Es ist schwierig, wenn man sich auswärts gleich ein Loch gräbt und sich immer wieder zurück kämpfen muss. Wir haben es nach einem schlechten Start geschafft, die Atmosphäre in der Halle aufzusaugen und den frühen Rückstand aufzuholen. Auch vor der Halbzeit sind wir noch einmal herangekommen und lagen zur Pause nur mit zwei Punkten hinten. Aber wenn man so spielt wie wir in der zweiten Halbzeit, dann kann man in dieser Liga nicht gewinnen. Wir haben den Ball nicht mehr gut bewegt und hatten nach der Pause nur noch vier Assists und eine schlechte Trefferquote. Würzburg hat das Spiel verdient gewonnen, wenn das Ergebnis am Ende auch etwas zu hoch ausgefallen ist. Meine Mannschaft hat sich bemüht und bis zum Ende hart gespielt. Wir haben alles probiert, mit unserer Wurfquote hatten wir aber wenig Chancen.“

s.Oliver Baskets – medi bayreuth 79:60 (24:17, 17:22, 16:8, 22:13)

Für die s.Oliver Baskets spielten:

Dru Joyce 18 Punkte/3 Dreier (10 Assists), Brendan Lane 17 (11 Rebounds), Seth Tuttle 13/1 (3 Steals), Cameron Long 10/1, Lamonte Ulmer 7/1, Sebastian Betz 5/1, Ruben Spoden 5/1 (6 Rebounds), Maurice Stuckey 2, Joshiko Saibou 2, Max Ugrai.

Top-Performer medi bayreuth:

Horton 19/1 (9 Rebounds/4 Assists), Wachalski 13/1 (10 Rebounds), Flowers 11/1.

Key Stats:

Rebounds: Würzburg 42 / Bayreuth 31
Rebounds 2. Halbzeit: Würzburg 28 / Bayreuth 15

Assists: Würzburg 21 / Bayreuth 12

Punkte in der Zone: Würzburg 44 / Bayreuth 28

Trefferquote aus dem Feld: Würzburg 49 Prozent / Bayreuth 35 Prozent

Dreierquote: Würzburg 42 Prozent / Bayreuth 16 Prozent