NBBL: U19 der Baskets sind auf Münchner Schützenhilfe angewiesen

Würzburger U19 verliert das Heimspiel gegen Science City Jena mit 68:74 und muss am Wochenende noch um den Einzug in die Playdowns zittern
Auch im achten und letzten Anlauf hat es für die U19 der s.Oliver Baskets Akademie nicht zum ersten Heimsieg in der NBBL Südost gereicht: Die Würzburger leisteten sich vor allem in der Verteidigung zu viele Aussetzer, um Science City Jena in Bedrängnis zu bringen. Nach der verdienten 68:74-Niederlage müssen die Unterfranken, die bereits alle Partien absolviert haben, sogar noch einmal um Platz acht und den Einzug in die Playdowns zittern.
In der mit neun Mannschaften besetzten NBBL Südost ist der Tabellenletzte nach der Hauptrunde bereits abgestiegen. Vor den letzten beiden Spieltagen glaubten Trainer Sören Zimmermann und seine Mannschaft Platz acht bereits sicher zu haben, doch dann schaffte Schlusslicht BBC Bayreuth am Sonntag die Sensation und fügte dem (stark ersatzgeschwächten) Spitzenreiter TSV Tröster Breitengüßbach die erste Niederlage der Saison zu.
Die Würzburger sind für die Playdown-Qualifikation deshalb auf eine Niederlage des punktgleichen Konkurrenten aus Oberfranken am kommenden Wochenende beim Tabellenzweiten IBA München angewiesen, ohne selbst noch ins Geschehen eingreifen zu können. Den direkten Vergleich haben sie sich vor zwei Wochen mit einem hohen Sieg in Bayreuth gesichert.
Wenn die Würzburger gegen Jena an diese starke Leistung angeknüpft hätten, dann wären jetzt wohl keine Rechenspiele und Münchner Rechenspiele nötig: „Jena konnte befreit aufspielen, der Druck lag bei uns. Wir waren im ersten Viertel einfach nicht bereit zu verteidigen. Keiner hat seinen Gegenspieler gestoppt, den Mitspielern geholfen oder Verantwortung übernommen. Gleichzeitig haben wir auch offensiv nicht stattgefunden, es wurde zu viel gedribbelt und der Ball kaum bewegt. Die Jungs sind vor dem gegnerischen Druck eingeknickt und haben Bälle weggeworfen. Damit haben wir es dem Gegner relativ einfach gemacht“, so Zimmermann nach dem Spiel.
Wir es hätte laufen können, zeigten die Hausherren im zweiten Viertel, als sie sich nach dem frühen Rückstand mit viel Intensität wieder herankämpften und den Thüringern das Leben schwer machten. Mit einer besseren Freiwurfquote (insgesamt 15 von 33, 45,5 Prozent) wäre schon zur Halbzeit sogar eine Führung drin gewesen. Nach dem Seitenwechsel fanden die Akademiker dann in der Verteidigung kein Mittel mehr, um den Gästen den Sieg noch streitig zu machen. Sören Zimmermann: „Jena hat unter dem Strich verdient gewonnen, weil sie als Team besser als wir zusammengespielt haben. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir 46 Punkte abgegeben, das ist in der eigenen Halle einfach zu viel.“
Sollte die s.Oliver Baskets Akademie (2 Siege/14 Niederlagen) die Playdown-Runde erreichen, trifft sie in der ersten Runde ab dem 20. März im Modus „Best of Three“ auf den Tabellenfünften der NBBL Südwest, die Porsche BBA Ludwigsburg (5 Siege/9 Niederlagen). Der Sieger hat den Klassenerhalt geschafft, der Verlierer erhält eine zweite Chance gegen den Verlierer der Begegnung Science City Jena gegen Junior Baskets Rhein Neckar. In beiden Runden haben die Gegner der Würzburger Heimrecht im ersten und dritten Spiel.

s.Oliver Baskets Akademie – Science City Jena 68:74
(7:21, 16:7, 19:25, 26:21)

Für die s.Oliver Baskets Akademie spielten:
Tobias Weigl 21 Punkte/1 Dreier (11 Rebounds), Paul Stedele 13/1, Jakob Jeßberger 10/1 (6 Assists), Alexander Lauts 9/3, Enzo Engel 9/1 (9 Rebounds), Phillip Sutton 2, Kai Herrmann 2, Jamie Ludwig, Viktor Poli.