Nach Unfall mit zwei Toten auf A3 – Alle Verletzte auf dem Weg der Besserung

WACHENROTH, LKR. ERLANGEN-HÖCHSTADT. Nach dem schrecklichen Verkehrsunfall auf der A3 am frühen Samstagmorgen, bei dem zwei Personen getötet wurden, befinden sich die drei Verletzten inzwischen auf dem Weg der Besserung. Die beiden Polizeibeamten konnten am Sonntag bereits die Klinik wieder verlassen. Der Beifahrer in dem Kleintransporter des Unfallverursachers wurde inzwischen von der Intensivstation auf eine normale Station verlegt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird am Dienstag die Leiche des ungarischen Fahrers obduziert.

Wie bereits berichtet, war ein Niederländer mit seinem Fiat Punto auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Höchstadt/Nord und Schlüsselfeld mit einer Panne liegen geblieben. In den frühen Morgenstunden war die Mitteilung über dieses Pannenfahrzeug dann bei der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried eingelaufen. Eine Streifenbesatzung dieser Dienststelle traf dann gegen 05:15 Uhr am Einsatzort ein.

Da es sich hier in Fahrtrichtung Würzburg um eine leicht abschüssige Stelle handelte und der nächste Parkplatz nur einige 100 Meter entfernt war, entschlossen sich die Polizisten in Absprache mit dem Fahrer, das Pannenfahrzeug zu dem Parkplatz zu schieben. Das Streifenfahrzeug fuhr mit Blaulicht hinterher, um das Geschehen auf dem Standstreifen abzusichern. Schon nach wenigen Metern kam es dann zu dem schrecklichen Verkehrsunfall. Ein 3,5 Tonner aus Ungarn, der einen Anhänger aufgeladen hatte, fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf den Streifenwagen auf und schob diesen auf den zuvor mit einer Panne liegen gebliebenen Fiat Punto. Der ursprüngliche Fahrer, der das Auto schob, wurde zwischen beiden Fahrzeugen eingeklemmt und tödlich verletzt.

Der Unfallverursacher wurde nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen aus seinem Fahrzeug geschleudert. Der 23-Jährige starb ebenfalls an der Unfallstelle. Sein 36-jähriger Beifahrer war in dem Transporter eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr befreit werden. Anschließend wurde der Mann mit schwersten Verletzungen in ein Erlanger Krankenhaus eingeliefert.

Ebenfalls schwere Verletzungen hatte man zunächst bei den beiden Polizeibeamten vermutet, die am Steuer des Dienstautos bzw. am Steuer des Pannen-Pkw saßen. Die beiden Beamten wurden ebenfalls vor Ort von einem Notarzt versorgt und dann in das Klinikum Bamberg bzw. in die Uniklinik Würzburg gebracht.

Die Unfallaufnahme hatte die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck übernommen. Die A3 war knapp sechs Stunden in Richtung Würzburg komplett gesperrt. Der Verkehr wurde in dieser Zeit von der Autobahnpolizei Erlangen-Höchstadt von der Autobahn abgeleitet, wobei sich auf den Umleitungsstrecken Kilometer lange Rückstaus gebildet hatten.

Der Gesundheitszustand der drei in Krankenhäuser eingelieferten Unfallbeteiligten hat sich inzwischen gebessert. Der verletzte Beifahrer in dem ungarischen Kleintransporter wird jetzt auf einer normalen Krankenstation weiter behandelt. Die beiden 57 und 25 Jahre alten Verkehrspolizisten konnten am Sonntag die Krankenhäuser bereits wieder verlassen. Sie hatten sich u.a. schwere Prellungen und einen Nasenbeinbruch zugezogen.

Inzwischen gibt es Erkenntnisse, dass die beiden Ungarn nach Deutschland unterwegs waren, um hier Fahrzeuge aufzukaufen. Zur Klärung der genauen Unfallursache und hier insbesondere der Frage, warum der Fahrer des ungarischen Autotransporters das deutlich erkennbare Blaulicht am Dienstfahrzeug übersehen und voller Fahrt auf dem Standstreifen gegen das Dienstauto geprallt ist, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg eine Sachverständige hinzugezogen. Bis hier erste Ergebnisse vorliegen, werden erfahrungsgemäß einige Wochen vergehen.