Mutmaßlicher Dokumentenfälscher in Untersuchungshaft

Ein 31-jähriger Iraker sitzt seit vergangener Woche in Würzburg in Untersuchungshaft. Er steht unter dringenden Verdacht für Prüfungsabsolventen Ersatzpersonen mit zum Teil gefälschten Dokumenten organisiert zu haben. Unter anderem soll er dies für zum Beispiel Sprach- oder Führerscheinprüfungen gemacht haben. Bereits 2015 soll er einen Ersatz für einen 39-jährigen Zuwanderer für eine Sprachprüfung arrangiert haben. Offenbar sollte auf diese Art und Weise für das Bestehen der Prüfung gesorgt werden. Aufgrund einer eingehenden Identitätsprüfung flog der Schwindel damals auf. Der 31-järige Iraker steht außerdem im Verdacht als „Kopf“ einer betrügerischen Bande zu agieren, mit einem Netzwerk von Personen, die jeweils nach Geschlecht, Alter und Aussehen die Prüfungen anstelle der angemeldeten Prüflinge absolvieren konnten. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere hinsichtlich weiterer Hintermänner, werden von der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Würzburg geführt und dauern noch an.