Was ändert sich 2013?

Digitales Fernsehen statt analogem, die Rente mit 67 und das Ende der Glühbirne: Das Jahr 2012 hat uns die eine oder andere Neuerung gebracht. Und auch im neuen Jahr bleibt nicht alles beim Alten:

Die Praxisgebühr ist abgeschafft. Ab sofort entfallen die zehn Euro für alle Kassenpatienten. Der Grund: Die Praxisgebühr hat ihren Zweck nicht erfüllt. Die Arztbesuche wurden deutlich mehr statt weniger. 17,6 Mal pro Jahr besucht der Deutsche durchschnittlich eine Arztpraxis.

Was wir beim Arzt sparen, legen wir ab Januar für den Rundfunkbeitrag wieder drauf. 17 Euro und 98 Cent muss dann jeder Haushalt im Monat zahlen. Unabhängig von der Anzahl der Bewohner und der Rundfunkgeräte, die man besitzt.

 Für Eltern gibt es eine positive Erneuerung: Ab August haben Eltern von Kleinkindern bis 3 Jahren Anspruch auf einen Kitaplatz. Wer sich allerdings entscheidet, sein Kind zuhause zu betreuen, bekommt vom Staat 100 – 150 Euro im Monat. Aber auch eine negative Veränderung kommt auf die Eltern zu. Für Kinder, die ab 2013 geboren werden gibt es weniger Elterngeld. 7 –10 Euro weniger erhalten Eltern, die monatlich 2000 – 3000 Euro brutto verdienen.

 Arbeitnehmer können sich freuen: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt. Von 19,6 auf 18,9 Prozent – Das ist der niedrigste Stand seit 1995. Damit werden Arbeitnehmer in Deutschland um mehr als drei Milliarden Euro jährlich entlastet. Ein Durchschnittsverdiener mit 2600 Euro brutto im Monat zahlt damit etwa neun Euro weniger als bisher in die Rentenkasse ein.

Mehr Geld gibt es auch für Hartz 4 Empfänger. Der Regelsatz erhöht sich um fünf bis acht Euro. Singles erhalten zukünftig 382 Euro.

Teuerer wird dafür das Briefeschreiben. Nach 15 Jahren steigt zum ersten Mal der Portopreis. 58 Cent muss man für einen Standartbrief bezahlen. Wer seine alten Marken nutzen will, für den gibt es ab sofort 3 Cent Briefmarken.

Das Thema Energiewende begleitet uns auch 2013. Die Verbraucher bekommen das vor allem durch höhere Strompreise zu spüren. Bundesweit haben mehr als 600 Energieversorger für 2013eine Strompreiserhöhung von durchschnittlich 12% angekündigt. Die Würzburger Stadtwerke garantieren allerdings, dass ihre Preise bis Ende 2013 konstant bleiben.