Spatenstich für neuen Bootshafen

Die staatliche Feuerwehrschule in Würzburg soll in den nächsten Jahren kräftig ausgebaut werden. Der erste Schritt dazu ist ein eigener Bootshafen direkt am Mainufer in der Würzburger Zellerau. Heute war Spatenstich für das 3,3 Mio. Euro teure Projekt. Auf 100 Metern Länge und 30 Metern Breite entsteht der Hafen. Hier können später alle Arten der Wasserrettung geübt werden. Damit wird die Würzburger Feuerwehrschule zum Vorreiter in ganz Bayern.

Doch nicht alle freuen sich auf den neuen Hafen. Der Bund Naturschutz äußert deutliche Kritik am Bauprojekt. Denn so einen großen Eingriff in Natur und Landschaftsbild am Mainufer sieht Geschäftsführer Steffen Jodl mit Sorge. Er spricht sich gegen die Rodung von 20 landschaftsprägenden Bäumen auf einer Länge von nur 100 Metern. Außerdem würde wertvoller Lebensraum am Fließgewässer unwiderbringlich verloren gehen.

Der durchgehende Grüngürtel von der Talavera bis nach Zell würde unterbrochen werden. Außerdem würde das Naherholungsgebiet stark eingeschränkt werden und der Hundeauslaufplatz sogar ganz verschwinden.

Joachim Fuchs, Behördenleiter des staatlichen Bauamts, verspricht dass Ausgleich geleistet wird. Bäume würden in gleicher Anzahl ersetzt und außerhalb Würzburgs würde eine Fläche mit Obstbepflanzungen entstehen, so Fuchs gegenüber TV touring.

Noch im Herbst dieses Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen. In zwei Jahren können dann schon die ersten Boote zu Wasser gelassen werden.