Prozessauftakt – Rockerpräsident gesteht Racheaktion

Gestern war Prozessauftakt im Fall einer schweren Auseinandersetzung im Rockermilieu. Am 22. März 2015 stürmten der Rockerpäsident der Gruppe „Free Way Riders“ und einige Mitglieder die Wohnung eines Ex-Mitglieds in Bad Kissingen. Der 46-Jährige Täter soll das gleichaltrige Opfer schwer verprügelt und gefoltert haben. Der Geschädigte trug mehrere Knochenbrücke davon, außerdem soll der Angeklagte ihm das vordere Glied des Ringfingers abgeschnitten haben. Zusätzlich klaute die Bande die Handys des Opfers und seiner Freundin. Nun steht der Rockerpräsident wegen schwerer Körperverletzung und Raub vor Gericht. Dort gestand der Angeklagte bereits am ersten Prozesstag die Taten, ihm sei schlicht die Sicherung bei der Racheaktion durchgebrannt. Grund der Prügelattacke sollen mehrfache Drohungen des Opfers gewesen sein, der Täter wollte mit der Aktion für Ruhe sorgen.