Innovative Krebsforschung in Würzburg

Das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen den Krebs nutzen – Das ist die Idee hinter den beiden Forschungsarbeiten von Dr. Michael Hudecek und Dr. Thomas Bumm. Das Ziel ist es, weißen Blutkörperchen beizubringen, wie sie einen Tumor erkennen und zerstören können. Dazu muss man sie mit Rezeptoren ausstatten, die mit den Krebszellen reagieren. Denn die Tumorzellen haben teilweise die gleichen Merkmale wie gesundes Gewebe. Sie sind quasi getarnt. Nur ganz bestimmte weiße Blutkörperchen sind überhaupt für diese Forschung geeignet. Diese kann Dr. Hudecek direkt aus den Zellproben herausfiltern.

Dr. Bumm arbeitet an der Entwicklung eines neuen, dreiteiligen Antikörpers. Denn das Immunsystem selbst kann Tumorzellen nicht von gesunden Zellen unterscheiden. Im Moment ist es bei der Krebsbehandlung daher fast unmöglich gesundes Gewebe nicht zu beschädigen. Wie schwer die Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung sind, hat Landtagspräsidentin Barbara Stamm am eigenen Leib erfahren. 2008 war sie an Brustkrebs erkrankt. Als Schirmherrin des Projektes setzt sie sich dafür ein, dass die schonende Antikörper-Therapie weiterentwickelt wird. Denn dieser Ansatz ist weltweit einmalig und wird derzeit nur in Würzburg erforscht. Bis die Arbeit allerdings in die klinische Anwendung kommen kann, braucht es einige Zeit und vor allem viel Geld. So müssen rund 10 Mio. Euro investiert werden, um die ersten klinischen Studien an Patienten durchführen zu können. Außerdem brauchen die Ärzte zwei wichtige Geräte für ihre Forschung. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 100.000 Euro.

Der Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ realisiert und finanziert Projekte an der Uniklinik Würzburg. Auch die neue Forschungsarbeit soll mit Spenden unterstützt werden. Und dabei zählt wirklich jeder Euro. Spenden können Sie auf das Konto der Castell Bank Würzburg BLZ 790 300 01, Kontonummer 92 45 überweisen.