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Halloween und Allerheiligen

Gruselige Gestalten sind es die Halloween an der Türe klingeln. Für manchen überzeugten Christen ein unnötiges neues Fest – denn schließlich soll der morgige Tag dazu dienen, der verstorbenen Heilligen zu gedenken. Christlicher Feiertag oder vermeintlich Heidnischer keltischer Brauch – Halloween polarisiert. Aber sind die beiden Feste überhaupt soweit voneinander entfernt – die Kürbislaterne und das Totengedenken? Nein meint der Ethnologe Jörg Fuchs von der Universität Würzburg. An Allerheiligen sollte aller der Heiligen gedacht werden für die im christlichen Jahreskalender kein Platz mehr ist. Halloween entwickelte sich daraus und das gar nicht weit von hier entfernt. So wurde aus einer irischen Legende, in der eine Rübenlampe eine Rolle spielt, angepasst an die Lebenswelt der Auswanderer eine Kürbislampe. Später fand das Fest auch seinen Weg nach Deutschland – zunächst importiert durch die damals hier stationierten amerikanischen Soldaten. Schließlich ist es immer mehr gewachsen. Und so teilen sich zwei Feste mittlerweile Vorabend und Feiertag – und der Abend rund um Geister und Grusel hat sich einen festen Platz erkämpft. Ob er sich auf Dauer hält? Allerheiligen gelingt das immerhin schon seit dem 4. Jahrhundert.