Gericht will Angeklagten schießen lassen

Im Prozess gegen den Autobahnschützen Michael K. will die Verteidigung die Treffsicherheit des Angeklagten an einem Schießstand unter Beweis stellen. Der 58-jährige Fernfahrer hat zwischen 2009 und 2013 in einer Vielzahl von Fällen auf andere Verkehrsteilnehmer geschossen. Im Prozess hat sich der Angeklagte selbst mehrfach als sicheren Schützen bezeichnet, der niemanden verletzen wollte. Die Staatsanwaltschaft legt ihm unter anderem versuchten Mord zur Last. Ein psychiatrischer Sachverständiger kommt zu dem Ergebnis, dass Michael K. bei allen Taten voll schuldfähig war. Durch die Schüsse habe der Angeklagte Selbstjustiz geübt und vornehmlich den Fahrern von Autotransportern Denkzettel verpassen wollen. Der Prozess soll noch bis Ende Oktober dauern.