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Fastnachtsmasken im Mainfränkischen Museum Würzburg

Ob heiter dreinblickende rotbackige Frauenmasken – oder edle Männergesichter mit ihren charakteristischen gezwirbelten Bärten. Die aktuelle Sonderausstellung im Mainfränkischen Museum zeigt die ganze Bandbreite traditioneller Fastnachtsmasken aus der Rhön.

Unter dem Titel „Schlappmaul, Strohmann, Mädle“ sind hier rund 30 dieser Masken ausgestellt – sowohl historische als auch einige zeitgenössische. Sie alle sind eine Leihgabe des Rhönmuseums Fladungen.

Der Brauch der Rhöner Fastnachtsmasken geht bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück. Sie traten nur in der unterfränkischen Rhön auf, und ausschließlich in katholischen Orten.

Die Sitte Masken an Fastnacht zu tragen war im Landkreis Rhön-Grabfeld fast ausgestorben. Seit einigen Jahren wird dieser Brauch wiederbelebt. So ziehen beispielsweise heute wieder die sogenannten „Blauen Jüd“ mit Masken und blauen Hemden durch den Ort.

Die Holzschnitzerei blickt in der Rhön auf eine lange Tradition zurück. Die Masken werden – damals wie heute- sowohl von Berufsschnitzern als auch in Heimarbeit angefertigt.

Die sogenannten Bartmänner zählen zu dem am häufigsten auftretenden Maskentyp. Dabei kann der Bart immer wieder anders aussehen. Das Schlappmaul dargestellt mit einem beweglichen Unterkiefer ist eine Erfindung des Schnitzers Erdwin Eyring und wird heute meist mit einer Perücke getragen. Doch es gibt nicht nur Masken zu sehen – Kostüme und Fotographien runden die Sonderausstellung ab.

Die Fastnachtsmaskenausstellung dient als heiterer Auftakt des anstehenden Jubiläumsjahres. Denn nächstes Jahr feiert das Mainfränkische Museum seinen 100. Geburtstag. Die Planungen dazu laufen auf Hochtouren. Unter anderem wird es auch eine Jubiläumsausstellung geben. 2013 wird also ein bewegtes Jahr für das Mainfränkische Museum. Doch jetzt werden zunächst einmal die Fastnachtsmasken die Besucher bis in den Fasching hinein begleiten.