Fachtagung Kinder- und Jugendhilfe in Würzburg

Rund 15 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zeigen Anzeichen für psychische Störungen, so der 13. Kinder und Jugendbericht Deutschland. Diese zeigen sich am häufigsten durch aggressives Verhalten, Unaufmerksamkeit und Depressionen. Vor allem die Altersgruppe der 7 bis 13 jährigen ist betroffen.

Bei der 14. Würzburger Fachtagung diskutieren Mediziner, Soziologen, Psychologen und Pädagogen über mögliche Präventionsmaßnahmen. Beteiligt waren die Klinik für kinder- und Jugenspsychiatrie, Psychosomatik udn Psychotherapie der Universität Würzburg, die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, die Evangelische Kinder- und Jugend- und Familienhilfe, das Diakonische Würzburg, das Überregionale Beratungs- und Behandlungszentrum und der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Würzburg.

Einer der Redner der Tagung war der bekannte Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann. Für ihn ist Gesundheit ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Eine intakte Umwelt, aber auch feste soziale Beziehungen seien vor allem für Kinder und Jugendliche wichtig, um sich gesund zu entwickeln.

Dabei hätte die heutige Jugend mit anderen Herausforderungen zu kämpfen als noch vor 20 Jahren. Junge Leute müssten heute lernen, mit Ungewissheit in einer offenen Gesellschaft umzugehen. Gelänge dies nicht, sei dies ein Einfallstor für Störungs- und Krankheitsbelastungen verschiedenster Art.