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Energie und Umwelt: Hackschnitzelheizung

Ein halbes Dorf heizt mit regenerativen Energien: In Grafenrheinfeld gibt es seit 5 Jahren drei Holzhackschnitzelheizanlagen, die rund 100 Gebäude im Ort mit Wärme versorgen.

Die Funktionsweise einer Holzhackschnitzelanlage ist relativ einfach. Die gewünschte Temperatur wird voreingestellt. Vollautomatisch erkennt die Anlage dann den Wärmebedarf eines Gebäudes und transportiert das Heizmaterial vom Lagerraum über eine Schnecke zur Brennkammer des Ofens. Dort werden die Hackschnitzel mit einem Heißluftföhn zum Brennen gebracht. Die anfallende Asche fällt automatisch in einen Aschekasten, der sich unterhalb des Ofens befindet. Abgerechnet wird mit einem Wärmezähler. Pro verbrauchte Kilowattstunde zahlt der Verbraucher 5 Cent. Bei Öl wären es durchschnittlich 10 Cent. Ab einem Verbrauch von 5.000 Litern Öl im Jahr rentiert sich eine Holzhackschnitzelanlage.

Die Firma Biomasse Kompetenzzentrum Mainfranken spürt die steigende Nachfrage. Das Unternehmen hat in Schwebheim bei Grafenrheinfeld auf 6ha Pappeln angepflanzt. In vier Jahren können sie geerntet und in den Hackschnitzelheizungen verfeuert werden. Somit ist auch für die Zukunft eine Rohstoffversorgung für die Anlagen sichergestellt.