Das unterfränkische Handwerk braucht Nachwuchs

Ein Spitzenjahr für das Handwerk: In Unterfranken kann man auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken. Fast 90% aller unterfränkischen Handwerksbetriebe sind mit der Geschäftslage zufrieden. Niedrige Zinsen und eine geringe Arbeitslosenquote sorgen dafür, dass Menschen mehr investieren. Die Betriebe sind ausgelastet. Doch nicht alle läuft so rosig. Der Fachkräftemangel macht sich schon jetzt im Handwerk bemerkbar. In Unterfranken fehlen derzeit rund 9.000 Gesellen und 1.000 Meister. Und Nachwuchs ist nicht in Sicht. Innerhalb der letzten sieben Jahre ist die Anzahl der Lehrverträge gewaltig geschrumpft: von 9700 auf insgesamt 8300 Ausbildungsverhältnisse. Doch das liegt nicht an einem Mangel an Lehrstellen. Schätzungsweise hätten im letzten Jahr über 1.000 Ausbildungsplätze besetzt werden können, wenn es geeignete Bewerber gegeben hätte. Die Handwerkskammer für Unterfranken versucht vor allem junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Denn häufig wissen Jugendliche gar nicht, welche beruflichen Möglichkeiten es in diesem Bereich gibt. Mit unterschiedlichen Projekten und Maßnahmen informiert die Handwerkskammer für Unterfranken unterschiedliche Zielgruppen über die Karrieremöglichkeiten im Handwerk.  Die Chance im Handwerk Karriere zu machen ist besser denn je. Ein Drittel der unterfränkischen Betriebsinhaber ist über 50 Jahre alt. Wer heute ein Handwerk erlernt kann vielleicht schon morgen Nachfolger eines großen Unternehmers werden und seinen eigenen Betrieb führen.