BRK fordert – Höhere Förderung des Bundesfreiwilligendienstes

Das Bayrische Rote Kreuz (BRK) fordert eine deutliche Erhöhung der Förderung des Bundesfreiwilligendienstes (BFD). Jährlich seien rund 700 Freiwillige im Einsatz, der eigentliche Bedarf liege aber bei 400 Plätzen mehr pro Jahr, erklärte der stellvertretende BRK-Landesgeschäftsführer Wolfgang Obermair am Mittwoch in München. Das BRK spricht sich in diesem Zusammenhang nach wie vor gegen alle Überlegungen aus, junge Menschen in ein soziales Pflichtjahr zu zwingen. In den Jahren vor Einführung des Bundesfreiwilligendienstes hatte das BRK bis zu 1.700 Zivildienstleistende pro Jahr beschäftigt, nach Einführung des Bundesfreiwilligendienstes ist diese Zahl auf 700 zurückgegangen. Glücklicherweise sind aber diese 700 Bufdis mit hohem Engagement bei der Sache. Trotzdem lautet das Fazit des BRK: „Es könnten mehr sein.“ Hier fehle es an den nötigen Fördermitteln. Kritisch sieht das BRK die Doppelrolle des für die Verteilung der BFD-Stellen zuständigen Bundesamtes für zivilgesellschaftliche Aufgaben. Dieses Amt weist die BFD-Stellen und damit Fördermittel zu, beanspruche aber auch selbst eine enorme Zahl der Fördermittel als Einsatzstelle.