Antonio-Petrini-Preis vergeben

Einen „beispielhaften Beitrag zum heutigen Hochschulbau“ nennt die Jury den Neubau der Hochschule für angewandte Wissenschaften am Würzburger Sanderheinrichsleitenweg. Und kürt das Gebäude des Dortmunder Büros „Gerber Architekten“ einstimmig zum Sieger. Bis zu 950 Studenten der Fachbereiche Gestaltung und Informatik lernen hier seit Herbst 2011. 33 Millionen Euro hat der Neubau gekosten – bezahlt wurde das vom Freistaat Bayern.

Und auch dieses Gebäude war preiswürdig. Das Marianhill Ladengeschäft neben dem ehemaligen US – Hospital am Mönchberg wurde zum zweiten Sieger gekürt. In geschickter und zurückhaltender Anordnung präge das Gebäude einen der zentralen Punkte des Konversionsgeländes, lobt die Jury. Wo früher einmal eine militärische Sicherheitsschleuse stand – befinden sich heute Büros und Geschäfte.

Der dritte Platz geht an die Erweiterung des Schlosshotels Steinburg. Das sogenannte Refugium wurde im April diesen Jahres – nach 8 jähriger Planungsphase eröffnet. Auf insgesamt 3000 Quadratmetern finden seitdem Tagungen, Schulungen, Seminare und Übernachtungsgäste Platz. Eine Erweiterung die für das Hotel von großer Bedeutung war und die auch Architektonisch gut gelungen ist: Und genau dieser Punkt hat auch die Juroren überzeugt. In der Begründung heißt es: Die 8 Millionen teuere Hotelanlage schmiege sich gut an die Hangkante an und die Fassade passe sich durch ihre Farbe gut in die natürliche Umgebung ein.

Doch nicht alle Würzburger haben sich bis heute an den Anblick gewöhnt – die Auszeichnung macht aber allen Bauherren in der Stadt Mut, die auf ähnliche Weise alte und neue Bausubstanz verbinden wollen.