Handball: Auch der Norden ist Wolfsrevier – Rimpar festigt den zweiten Tabellenplatz

TV Henstedt Ulzburg – DJK Rimpar Wölfe 19:22 (9:11)

Auch im hohen Norden der Republik ist Wolfsrevier. Den sechsten Auswärtssieg im siebten Versuch landeten die Wölfe im Norden Hamburgs am Samstagabend. Wieder einmal war das Rimparer Abwehrbollwerk mit einem alles überragenden Max Brustmann dahinter Garant dafür, dass man nicht nur weiterhin als Sensationsteam des Jahres gilt, sondern auch eine phänomenale Auswärtsbilanz vorweisen kann.

Zu Beginn der Begegnung ließ die Angriffsleistung beider Teams noch auf eine höhere Trefferzahl hoffen, als nach zehn Minuten Sebastian Kraus zum 4:5 Führungstreffer per Gegenstoß traf. Vor allem das Nutzen der in der Abwehr gewonnenen Bälle zu schnellen Tempoläufen, funktionierte bei den Wölfen bestens und so war Steffen Kaufmanns Treffer zum 5:7 bereits der fünfte Treffer nach einem Schnellangriff. In der Folge schienen sich die Gäste von den zahlreichen Fehlern des SVHU anstecken zu lassen, die Passqualität ließ nach und gute Wurfgelegenheiten wurden seltener. Doch auf Brustmann und seine Vorderleute war Verlass. Als der Rimparer zwei Minuten vor dem Seitenwechsel bereits seine zwölfte Parade zeigte, war klar dass die Gäste eine knappe Führung mit in die Pause nehmen konnten und es kein Fest der Tore geben würde.

Wie schon oft in dieser Saison folgte nach Wiederanpfiff die stärkste Phase der Wölfe. Der Rimparer Abwehrriegel blieb für die Heimsieben zunächst beihnahe unüberwindbar und obwohl das ganz große Offensivfeuerwerk auch bei der Bürkle Sieben weiterhin ausblieb, konnte Tom Spieß mit seinem Treffer zum 11:16 in der vierzigsten Minute eine klare Führung für seine Farben festigen. Näher als auf drei Tore Abstand konnten sich die Gastgeber trotz aller taktischen Versuche nicht mehr heranarbeiten und als Max Brustmann sich selbst in die Torschützenliste eintragen konnte, war beim 13:19 in der 52ten Minute die Vorentscheidung gefallen. Alles weitere Anrennen des Aufsteigers aus dem Norden war vergeblich und bei immer ruhiger werdendem Publikum, konnte sogar das kleine Häuflein Rimparer Anhänger am Ende akustisch bemerkbar machen und gemeinsam mit ihren Helden den nächsten Sieg feiern.

Negative Nachrichten gab es für die Wölfe dann doch noch. Mit Julian Sauer und Benedikt Brielmeier, die beide die sehr fair geführte Partie nicht zu Ende spielen konnten, mussten gleich zwei DJK Akteure ins nahegelegene Krankenhaus gefahren werden und drohen für die nächsten Spiele auszufallen.

Statistik:

Henstedt-Ulzburg: Peveling, Schmidt – Bitterlich, Kibat, Mehrkens, Eggert 6, Karacic 1, Lauenroth 1, Völzke 6, Wendlandt 3, Schulze, Thöneböhn, Laursen 2, Demovic.

Rimpar: Brustmann 1, Madert – Kraus 5/3, L. Spieß, Schmitt 2, Schömig 1, Bötsch 1, Schäffer 1, Kaufmann 2, Drude 1, T. Spieß 1, Winkler 4, Brielmeier 2, Sauer 1.

Siebenmeter: SVHU: 0/2. – DJK: 3/3.

Zeitstrafen: SVHU 1x2min – DJK 1x2min.

Schiedsrichter: Steven Heine/Sascha Standke

Zuschauer: 500.

Spielfilm: 0:2, 2:2, 4:3, 4:6, 5:8, 6:10, 9:11 (Halbzeit); 9:13, 11:14, 11:16, 13:16, 13:19, 15:20, 16:22, 19:22 (Endstand).