Großbrand in Marktheidenfeld

Um 16:45 Uhr brannte am Mittwoch eine Halle in Marktheidenfeld in der Sudetenstraße nieder. Die Anwohner mussten während des Brandes ihre Fenster geschlossen halten, weil es so stark rauchte.

20 Menschen wurden leicht verletzt. 

Bedingt durch die starke Rauchentwicklung bildete sich im Bereich des Brandortes eine erhöhte Kohlenmonoxid Konzentration. Noch während der Löscharbeiten meldeten sich am Mittwochabend erste Anwohner und Einsatzkräfte mit gesundheitlichen Problemen. Eine medizinische Untersuchung ergab bei mehreren Betroffenen erhöhte Kohlenmonoxid-Werte im Blut.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei sperrte den direkten Gefahrenbereich ab. Vier, direkt an den Brandort angrenzende Mehrfamilienhäuser, sind durch die Einsatzkräfte evakuiert worden. Durch die starke Rauchentwicklung bestand die Gefahr, dass sich in den Wohnungen eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration gebildet haben könnte. Für die 18 evakuierten Anwohner standen Übernachtungsmöglichkeiten in der Spessarthalle zur Verfügung, eine Betreuung wurde durch den Rettungsdienst gewährleistet. Anwohner im näheren Umfeld des Brandortes wurden noch in der Nacht über die Gefahrenlage informiert und aufgefordert sich bei gesundheitlichen Problemen an die Einsatzkräfte oder über Notruf an den Rettungsdienst zu wenden. Bei mehreren Einsatzkräften der Feuerwehr und zwei Anwohnern konnten erhöhte Kohlenmonoxid Werte im Blut festgestellt werden, die Betroffenen wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert.

Vor Ort befanden sich zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Main-Spessart mit insgesamt 193 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit insgesamt 177 Kräften und die Polizei mit 30 Beamten. Die Einsatzleitung oblag dem Örtlichen Einsatzleiter, Bertram Werrlein. Außerdem befanden sich der Kreisbrandrat Peter Schmidt, der Leitende Notarzt Henning Machann, der Organisationsleiter des Rettungsdienstes Dominik Brühl und die Bürgermeisterin von Marktheidenfeld, Frau Helga Schmidt-Neder, vor Ort. Über die Fachbehörden beim Landratsamt Main-Spessart werden im Laufe des Tages noch weitere Schadstoffmessungen in der Umgebungsluft durchgeführt.