Finanz-Probleme: Würzburger FV arbeitet mit Hochdruck an Lösungen

Beim Würzburger FV packen alle mit an: einige Tage nach dem öffentlichen Bekanntwerden der finanziellen Probleme sind viele Vereinsmitglieder und –freunde zwar aufgeschreckt, aber auch bereit mit anzupacken, diese finanzielle Krise gemeinsam zu überwinden.

Vergangene Woche musste von Seiten der WFV-Vorstandschaft verkündet werden, dass sich die finanzielle Lage beim Bayernligisten stark zugespitzt hatte. Getragen war dieser Schritt von dem Bestreben, binnen kurzer Zeit klare Handlungsmöglichkeiten und Alternativen zu finden und aufzuzeigen.

Die Reaktionen auf diesen Schritt erbrachte auf jeden Fall ein positives Echo an die Verantwortlichen. Schon der Kreis der Funktionsträger, Trainer und Mitarbeiter des Vereins zeigte sich am Freitagabend aufbruchsbereit. Neben der Diskussion verschiedener Maßnahmen gingen viele auch mit dem festen Willen aus der Veranstaltung, diese Tage für die Ausarbeitung und teilweise erste Umsetzung von Ideen zu nutzen. Gleichzeitig meldeten sich engagierte Geschäftsleute aus der Region – teilweise noch gar nicht im Sponsorenstamm des WFV – und boten Unterstützung verschiedener Art an. All diese Angebote und Ideen vom Wochenende lässt die Vorstandschaft seit Montagabend und noch in den nächsten Tagen in einen Analyse- und Zukunftsplan einfließen, dem schon bald erste Umsetzungen folgen sollen. Parallel dazu werden dann auch Sponsoren und Mitglieder des Vereins informiert. Für die ersten Novembertage ist dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung geplant.

Social-Media sei Dank: auch via Facebook hat sich im Rahmen einer ersten Maßnahme eine „Rettungsgemeinde“ für den Verein gefunden, die in der Folge über Ideen informiert werden soll und dann auch ihren Teil – durch weitere Verbreitung der Infos aber natürlich auch in finanzieller Hinsicht – beitragen kann. Binnen kürzester Zeit haben sich weit über 400 „Freunde“ für die Seite „Rettet den Würzburger FV“ eingetragen. Marketingvorstand Michael Freudenberger hoffnungsfroh: „Es hat wohl den offensiven Umgang mit dieser Situation gebraucht, um all die mal wieder vorzulocken, die teilweise seit Jahrzehnten dem Verein verbunden sind. Jetzt wird es in der nächsten Stufe darauf ankommen, dass diese auch ihren Teil dazu beitragen. Jeder in der Form und Größe, die er kann“. Der Verein wird in den nächsten Tagen dann über die ersten Schritte und Ideen informieren. Dabei muss man nicht unbedingt eine Frist im Auge haben. „Wir haben keinen Fixtermin, an dem das eine oder andere entschieden oder geregelt sein muss, aber wir brauchen Klarheit über alle Dinge, damit wir Ende Oktober die ersten Aktionen starten können, die dann auch zusätzliches Geld einspielen sollen“.