Falschfahrer auf Bundesstraße: Vorbildliches Verhalten eines Zeugen

WÜRZBURG / LENGFELD. Am Montagabend konnte ein Pkw-Fahrer dank des vorbildlichen Verhaltens eines Zeugen nach einer Geisterfahrt auf der Bundesstraße 8 von Polizeibeamten angehalten und kontrolliert werden. Ein positiver Alkoholtest führte letztlich zur Anordnung einer Blutentnahme und der Sicherstellung des Führerscheins. Gefährliche Situationen sind durch das Verhalten des Falschfahrers nach den derzeitigen Erkenntnissen nicht entstanden. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt ermittelt jetzt wegen Trunkenheit im Verkehr.

Kurz nach 22:00 Uhr war der Zeuge mit seinem VW auf der zweispurigen Bundesstraße 8 aus Richtung Rottendorf kommend nach Würzburg unterwegs. Auf dem linken Fahrstreifen erkannte er plötzlich, dass ihm ein Fahrzeug entgegenkam. Er bremste seinen VW ab und steuerte in Richtung Mittelleitplanke, wo er ohne Gefahr stehen bleiben konnte. Zunächst blieb auch der silberne Daimler-Chrysler stehen, der auf der falschen Fahrbahn stadtauswärts unterwegs war. Dann fuhr der Pkw wieder an und wendete nach etwa 200 Metern.

Der Zeuge nahm mit seinem Pkw schließlich die Verfolgung des Fahrzeugs auf und setzte gleichzeitig einen Notruf ab. An die Einsatzzentrale der Polizei konnte er so immer den jeweiligen Standort des Fahrzeugs durchgeben. Ein Streifenfahrzeug hielt letztlich den Daimler an einer Tankstelle in der Nürnberger Straße an und führt eine Kontrolle durch.

Schon beim Öffnen der Fahrertüre wehte den Beamten kräftiger Alkoholgeruch um die Nase. Ein Alkotest brachte letztlich ein Ergebnis von knapp zwei Promille. In der Polizeidienststelle führte ein Arzt eine Blutentnahme durch und der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt ermittelt jetzt unter anderem wegen Trunkenheit im Verkehr.