Erstklässler an Bushaltestelle angefahren und schwer verletzt

KARLSTADT OT KARLBURG, LKR. MAIN-SPESSART. Beim Überqueren der Fahrbahn hinter einem Schulbus ist am Dienstagnachmittag ein 6-Jähriger von einem Pkw erfasst worden. Der Junge erlitt dabei Knochenbrüche und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Polizeipräsidium Unterfranken bittet in diesem Zusammenhang um besondere Vorsicht an Schulbushaltestellen.

Der Schulbus, der mit etwa 20 Schulkindern besetzt war, hatte gegen 13:15 Uhr an der Haltestelle in der Karolingerstraße angehalten. Der Busfahrer hat dann einige Kinder aussteigen lassen. Zu diesem Zweck war das Warnblinklicht am Bus  eingeschaltet. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeiinspektion Karlstadt überquerte dann ein 6-Jähriger hinter dem Bus die Straße. In Gegenrichtung näherte sich gleichzeitig die 41-jährige Fahrerin eines Skoda. Der Erstklässler rannte gegen die vordere linke Seite des Pkw und wurde danach hinter den Bus zurückgeschleudert. Dabei wurde der Junge schwer verletzt und nach Karlstadt ins Krankenhaus gebracht.

Das Polizeipräsidium Unterfranken erinnert in diesem Zusammenhang an die Regelungen aus der Straßenverkehrsordnung:

 

  • Omnibusse des Linienverkehrs und gekennzeichnete Schulbusse, die sich einer Haltestelle nähern und Warnblinklicht eingeschaltet haben, dürfen nicht überholt werden.
  • An Omnibussen des Linienverkehrs und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen halten und Warnblinklicht eingeschaltet haben, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist.
  • Die Schrittgeschwindigkeit gilt auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn.
  • Die Fahrgäste dürfen auch nicht behindert werden. Wenn nötig, muss, wer ein Fahrzeug führt, warten.