DJK Rimpar Wölfe: volle Konzentration beim Abstiegskandidaten Hüttenberg

TV 05/07 Hüttenberg – DJK Rimpar Wölfe (Sa. 11.04. / 19:30 Uhr)

Bislang gab es das Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften genau drei Mal und immer entstand daraus eine besondere Geschichte. Auch vor dem erneuten Kräftemessen der Unterfranken aus Rimpar und dem abstiegsbedrohten Traditionsverein aus Hessen sind die Voraussetzungen für etwas „Besonderes“ wieder gegeben.

Zum einen wurde im Vorfeld der Partie bekannt, dass der „verlorene Wolf“ Patrick Schmidt, nach zwei Jahren als Spielmacher in Hüttenberg, für die kommende Saison zurück an die alte Wirkungstätte nach Rimpar kommen wird. Dort wurde er, nachdem er großen Anteil am Aufstieg in die zweite Bundesliga hatte, wehmütig verabschiedet und man freut sich auf beiden Seiten auf das Wiedersehen. Einen Einfluß auf das anstehende Spiel durch die Veröffentlichung des Transfers erwartet Rimpars Manager Daniel Sauer allerdings nicht: „Wir haben uns schon überlegt den Wechsel erst nach dem Spiel bekannt zu geben, da nach der Einigung aber immer das Risiko besteht, dass solche Dinge durchsickern und dann im Nachhinein falsch interpretiert werden und das Verschweigen erklärt werden muss, haben wir uns entschieden den Wechsel sachlich und sofort zu melden. Ich denke im Bundesligaumfeld sind alle Beteiligten ausreichend professionell eingestellt um diesen ganz normalen Vorgang richtig einzuordnen.“

Geschichten welche die Partien zwischen Hüttenberg und Rimpar bislang geschrieben haben sind:

1. Der erste Sieg der Wölfe in der zweiten Bundesliga wurde am 20. Oktober 2013 beim 28:21 gegen Hüttenberg gefeiert.

2. Der 24:31 DJK Auswärtssieg kostete in der Rückrunde der letzten Saison Trainer Heiko Karrer in Hüttenberg seinen Job.

3. Die Wölfe führten im Hinspiel dieser Saison in der 45ten Minute bereits mit 25:15 und retteten glücklich ein 26:25 ins Ziel.

Damit zeigt die bisherige Bilanz ausnahmslos Siege der Wölfe gegen das „Original aus Mittelhessen“, welches sich seit dem Erstligaabstieg vor zwei Jahren im stetigen Abwärtstrend befindet. Mit der Winterverpflichtung von Adalsteinn Eyjolfsson versucht bereits der dritte Trainer diese Tendenz aufzuhalten, aber auch die zusätzlichen personellen Verstärkungen für die Rückrunde, durch die international erfahrenen Rückraumspieler Damir Doborac und Ragnar Johannsson, erzielten nicht erhoffte Wirkung für eine Wende um sich vom Tabellenende zu lösen.

Mit bereits sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer, bei nur noch sieben Saisonspielen, kann man beim TVH eigentlich nur noch auf ein größeres Wunder hoffen, zumal die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt regelmäßig punktet und man selbst noch das schwierigere Restprogramm vor sich hat, indem noch vier Mannschaften aus den Top sechs platzierten Teams auf dem Spielplan von Hüttenberg stehen.

Die Wölfe aus Rimpar können hingegen mit dem festen Ziel in die Partie starten, ihre ausgezeichnete Position in Hüttenberg weiter zu festigen. Nach zuletzt drei Siegen in Serie und allen Mann an Bord können die Grün-Weißen, die trotz allem anspruchsvolle Aufgabe mit Zuversicht angehen. „Wir werden keinen Gegner unterschätzen – egal was uns Tabellenstände oder das Umfeld zu sagen versucht“, erklärt Bürkle auch vor dieser Partie. Wie ernst seine Schützlinge diesen Leitspruch nehmen müssen, zeigen jede Woche die Ergebnisse in dieser „verrückten“ Liga, in welcher man regelmässig erlebt, dass an guten Tagen jeder jeden bezwingen kann.