Anwohner scheitern: Würzburger Kickers gewinnen auch vor Gericht

Es ist eine gute Woche für die Würzburger Kickers: Einen Tag nach dem 3:0-Heimsieg in der 3. Liga gegen Preußen Münster waren die Rothosen auch vor Gericht auf ganzer Linie erfolgreich.

Die 5. Kammer des Würzburger Verwaltungsgerichts hat am Donnerstag die Klagen mehrerer Nachbarn gegen die für die 3. Liga nötigen Umbauten an der flyeralarm Arena abgewiesen. Das Flutlicht bei Abendspielen und die Lärmbelästigung sind insgesamt sieben Anwohnern des Kickers-Stadions ein Dorn im Auge.

Wie bei dem über vierstündigen Prozess am Donnerstag bekannt wurde, haben die Kläger eine von den Kickers in Auftrag gegebene Lärm-Messung auf ihren Grundstücken während des Spiels am Mittwochabend trotzdem nicht zugelassen.

Ihre Klagen richteten sich gegen die Baugenehmigung der Stadt für den Drittliga-tauglichen Umbau der knapp 50 Jahren alten Arena am Dallenberg, der Verein war zu dem Verfahren beigeladen. Zwar liegen die Anwesen der Kläger in einem reinen Wohngebiet, im Umfeld eines Fußballstadions müssten die Anwohner bei den Lärmgrenzwerten aber Abstriche hinnehmen, erläuterte der Vorsitzende Richter.

Kickers-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer begrüßte die Entscheidung des Gerichts. Der Verein habe immer versucht, den Nachbarn entgegen zu kommen, betonte Sauer in einer ersten Stellungnahme.