Amoklauf in Regionalzug bei Heidingsfeld: 17-jähriger Täter auf der Flucht erschossen

*** Update (11:00 Uhr)***

Bezüge zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ werden immer deutlicher. Bei der Durchsuchung des Zimmers des 17-Jährigen haben Ermittler eine selbstgemalte IS-Flagge gefunden. Laut der IS-nahen Nachrichtenagentur Amaq hat sich der IS zur Tat bekannt.

 

*** Update (10:00 Uhr)***

In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Oberbürgermeister Christian Schuchardt betroffen:“Ich bin entsetzt über diese schreckliche Gewalttat. Ich fühle mit den Opfern und auch den Mitreisenden, die bei dieser Wahnsinnstat an Leib und Seele schwere Verletzungen erlitten haben.Ich denke auch an die Angehörigen – ich hoffe und bange mit ihnen! Wir alle sind in tiefer Sorge an Ihrer Seite und wollen niemanden allein lassen. Über die Hintergründe der Tat sollte nicht spekuliert
werden, bis wir gesicherte Tatsachen haben. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Einsatzkräften und Helfern, die heute Nacht im Einsatz waren. Ich habe größten Respekt vor dem, was hier geleistet wurde und bin froh, dass so schnell reagiert werden konnte.“

 

In einem Regionalzug bei Würzburg hat es einen Amoklauf gegeben. Der Täter ist laut Polizeiangaben mit einer Axt und einem Messer auf Fahrgäste losgegangen. Drei Personen wurden schwer, eine leicht verletzt. Zum Teil handelt es sich um Mitglieder einer Reisegruppe aus Hong Kong. Sie wurden in die Würzburger Uniklinik eingeliefert. 14 Personen stehen unter Schock.

Der Täter ist auf der Flucht von der Polizei erschossen worden. Es handelt sich laut dem bayerischen Innenministerium um einen 17-jährigen Afghanen, der zuvor in einer Pflegefamilie in Ochsenfurt gelebt haben soll. Über die Hintergründe der Tat wurde bisher nichts bekannt.

Bisher unbestätigten Meldungen zufolge soll der Täter im Zug „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen haben. Die Polizei vor Ort bestätigte das bisher nicht. An der s.Oliver Arena wurde ein Lagezentrum errichtet, in dem auch mehrere Notfallseelsorger die Betroffenen betreuen.

Medienberichten zufolge soll es sich bei den verletzten Opfern um eine Familie aus Hongkong handeln. Die Eltern, ihre Tochter und deren Freund. Ein weiterer Sohn der Familie soll unverletzt geblieben sein.