2. Niederlage für die Baskets: spannendes Spitzenspiel knapp verloren

Die s.Oliver Baskets müssen sich bei den OeTTINGER Rockets Gotha mit 74:77 geschlagen geben

Die Chance zum Sieg war da, am Ende hat es nicht ganz gereicht: Am 12. Spieltag der ProA musste Spitzenreiter s.Oliver Baskets seine zweite Auswärtsniederlage einstecken. Bei den OeTTINGER Rockets Gotha wurde eine Aufholjagd der Würzburger im letzten Viertel nicht belohnt, der Tabellendritte gewann das Spitzenspiel knapp mit 77:74 (33:38). Topscorer der Partie war Gothas Brad Lösing mit 19 Zählern. Bei den s.Oliver Baskets sammelten Samme Givens (18), Carlos Medlock (15) und Christian Hoffmann (14) die meisten Punkte.

Es war ein intensives und spannendes Spitzenspiel in der restlos ausverkauften „Blauen Hölle“ – 19 Führungswechsel in den 40 Minuten sind der Beweis für eine Begegnung auf Augenhöhe. s.Oliver Baskets Headcoach Doug Spradley musste dabei nicht nur auf Ruben Spoden und Ole Wendt, sondern auch auf seinen kurzfristig erkrankten Kapitän Darren Fenn verzichten. Ohne den Center begannen die Würzburger gezwungenermaßen mit einer kleinen Aufstellung.

In der ersten Halbzeit waren es trotzdem meist die Gäste aus Unterfranken, die ein paar Zähler in Führung lagen. Für die spektakulärste Szene des Spiels sorgte wieder einmal Chris Hoffmann, der sich langsam aber sicher zum Baskets-Spezialisten für Buzzerbeater entwickelt: Mit ablaufender Uhr des ersten Viertels versenkte Hoffmann einen Wurf von der Mittellinie zum Stand von 17:20.

Mehrfach konnten die Hausherren im Verlauf des zweiten Spielabschnitts ausgleichen, die s.Oliver Baskets hatten in dieser Phase aber immer wieder die passende Antwort parat. Folgerichtig ging es beim Spielstand von 33:38 aus Sicht der Gastgeber in die Pause.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison geriet der Tabellenführer dann im dritten Viertel in Schwierigkeiten: Die Rockets starteten mit deutlich mehr Energie als ihre Gäste in die zweite Halbzeit, trafen unter anderem drei Dreier in Serie und legten bis zur 24. Minute einen 13:4-Lauf hin, der Doug Spradley beim Spielstand von 46:42 zur Auszeit veranlasste.

Nach einem kurzen Aufbäumen der Unterfranken (46:47, 25. Minute) konnten die Thüringer erneut das Kommando übernehmen. Bis zur 34. Minute setzte sich Gotha auf 70:61 ab. Dann legten die Würzburger in der Verteidigung wieder eine Schippe drauf und drehten mit einem 11:0-Lauf in den folgenden fünf Spielminuten die Partie (70:72, 39. Minute).

Topscorer Brad Lösing erlöste die Rockets-Fans mit seinem zweiten Dreier des Spiels zum 73:72. Nach einem Korbleger von Carlos Medlock zum 73:74 war es erneut Lösing, der dieses Mal von der Freiwurflinie die beiden Punkte zum 19. und entscheidenden Führungswechsel erzielte. Die beiden letzten Würzburger Angriffe endeten in einem Ballverlust und einem vergebenen Drei-Punkte-Wurf. Marco Völler stellte auf der anderen Seite mit zwei von vier Freiwürfen den Endstand von 77:74 her.

Für Gotha war es bereits der fünfte Sieg in Folge, zuhause sind die Rockets seit sechs Spielen ungeschlagen. Die s.Oliver Baskets haben durch die Niederlage gegenüber Verfolger Essen etwas an Boden verloren, bleiben aber weiter unangefochten auf Platz eins der ProA-Tabelle.

Trainerstimmen

Doug Spradley, s.Oliver Baskets:
„Glückwunsch an Chris Ensminger und Steven Esterkamp zum verdienten Sieg. Wir hatten mit Jeremy Dunbar nach sechs Wochen Pause und mit Jermaine Mallett praktisch zwei neue Spieler auf dem Feld. Ich denke, dass Gotha das Spiel im dritten Viertel gewonnen hat. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, aber im dritten Viertel haben wir ein wenig die Kontrolle verloren und hatten nicht mehr die nötige Intensität. Wir waren mit unserer Verteidigung in einigen Phasen nicht zufrieden, im dritten Viertel sind wir teilweise überlaufen worden. In so einem engen Spiel kann man sich auch so einen Ballverlust, wie wir ihn am Ende hatten, nicht erlauben. Der Sieg für Gotha geht in Ordnung. Wir müssen aus diesem Spiel lernen und weiterarbeiten.“

Chris Ensminger, OeTTINGER Rockets Gotha:
„Es war ein spannendes und knappes Spiel. In den ersten Minuten haben wir auf die Würzburger Zone keine Antwort gefunden. In der Halbzeit haben wir uns dann vorgenommen, in den ersten fünf Minuten nach der Pause mehr Tempo zu gehen. Doug Spradley, Stephan Völkel und ich kennen uns sehr gut, deswegen war das heute für uns ein etwas anderes Spiel. Ich freue mich, dass die Mannschaft gekämpft hat und wir dieses Spiel vor ausverkaufter Halle gewonnen haben.“

OeTTINGER Rockets Gotha – s.Oliver Baskets 77:74 (17:20, 16:18, 28:18, 16:18)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Samme Givens 18 Punkte (6 Rebounds), Carlos Medlock 15/1 Dreier, Christian Hoffmann 14/2, Jason Dourisseau 10/2, Max Ugrai 8/1 (6 Rebounds), Sebastian Betz 5/1, Jeremy Dunbar 3, Jermaine Mallett 1, Dennis Tinnon (7 Rebounds), Dominik Schneider.

Topscorer Gotha:
Lösing 19/2, Reinke 16 (7 Rebounds/3 Blocks), Vest 15/3, Völler 14/3.