2. Handball-Bundesliga: Rimparer Wölfe verlieren Derby gegen Großwallstadt

Und wieder hat es nicht gereicht: der TV Großwallstadt gewinnt in Würzburg mit 21:18 und sichert sich den vierten Sieg im vierten Zweitliga-Duell. Rimpar führt zur Pause (10:9), verliert aber am Ende doch deutlich mit 18:21. Auch Basti Kraus, der kurz zuvor noch seine Vertragsverlängerung bekannt gegeben hatte (genau wie Torhüter Max Brustmann) kann mit 8 Toren die Niederlage nicht abwenden. Rimpar bleibt trotzdem auf Rang 3 – aber es ist eine bittere Niederlage im Unterfanken-Derby für die Wölfe.

Die beste Nachricht an diesem Spieltag für die Wölfe: der Tabellenzweite Bittenfeld spielt überraschend nur Unentschieden, die Verfolger aus Coburg, Nordhorn und Hamm verlieren sogar ebenfalls. Der Vorsprung auf Rang 4 beträgt 3 Punkte.

Rimpar muss schon am Mittwoch in Essen antreten und kann beim nächsten Traditionsverein die Derbypleite vergessen machen

Der Spielbericht der Wölfe:

Riesengroß war die Enttäuschung bei den Grün-Weißen nach dem Schlusspfiff des umkämpften Unterfrankenderby’s in der zweiten Handball Bundesliga, als wieder einmal der Altmeister aus Großwallstadt das bessere Ende für sich hatte und sich von seinen mitgereisten Fans in der ausverkauften Würzburger sOliver Arena feiern ließ.

Schon früh wurde die Strategie der Handschke-Sieben offensichtlich, lange Angriffe spielen und das Rimparer Tempospiel nicht zur Entfaltung kommen lassen, so dauerte über drei Minuten bis Fridgeirsson zum ersten Mal beim 1:1 für die Gäste traf. Die Männer vom Untermain wollten der Partie das Tempo nehmen, was ihnen über die gesamte Spielzeit weitestgehend gelang und letztendlich wohl der Schlüssel zum Erfolg war.

Dennoch gelang es den Gastgebern, angeführt vom einem flinken Sebastian Kraus, sich bis zur neunzehnten Minute einen verdienten 8:5 Vorsprung zu erspielen. Die Abwehr der Wölfe blieb trotz der langen TVG Angriffe konzentriert und vorne wurden die freien Mitspieler gefunden. Trotzdem verpasste es die DJK gerade in diesem Spielabschnitt, durch Auslassen der einzigen beiden Gelegenheiten zu Tempogegenstössen, sich weiter abzusetzen. So kämpften sich die Gäste, denen man ein ausgezeichnetes Rückzugverhalten bescheinigen muss, bis zum Seitenwechsel wieder bis auf ein Tor heran.

Nach Wiederanpfiff das gleiche Bild. Quälend lange Angriffe der Gäste, die dadurch nur 18 Angriffe für jedes Team im zweiten Durchgang bedeuteten und seitens des TVG zur Hälfte erst bei angezeigtem Zeitspiel abgeschlossen wurden. Die junge Wölfe Abwehr bekam dabei zunehmend Probleme, auch beim dritten und vierten Freiwurfversuch weiterhin die Konzentration zu halten und so es gelang den Wällschtern immer wieder, diese zeitlichen Notsituationen mit einem Torerfolg zu beenden. Die über 3000 Zuschauer quittierten, vor allem das fehlende Unterbinden dieser Spielweise mit einem lautstarken Pfeiffkonzert in Richtung der Unparteiischen, doch nachdem diese ihre Linie beibehielten, kann man den Gästen keinen Vorwurf machen, diesen Umstand clever auszunutzen.

So erzielte Mario Stark, natürlich aus dem dritten Freiwurfversuch bei längst angezeigtem Passivspiel beim 13:16 die erste Drei-Tore Führung der Gäste in der 45ten Minute und den Wölfen fehlte in dieser Phase die gleiche Geduld. Immer mehr wurde nun bei den Gastgebern die schnelle Entscheidung in Einzelaktionen gesucht und tatsächlich schien nach dem 18:19 Anschlusstreffer von Kraus noch alles möglich, waren doch noch über drei Minuten Spielzeit auf der Uhr. Doch routiniert markierte Großwallstadts Michael Spatz das entschiedene Tor im folgenden Angriff und ließ tieftraurige Wölfe mit hängenden Köpfen in der Halle stehen, denen nichts anderes bleibt als daraus zu lernen und mit neuem Mut sich auf die nächste schwere Aufgabe in Essen vorzubereiten.

Statistik:

Rimpar: Brustmann, Madert – L. Spieß 2, Kraus 8/3, Schmitt, Schömig, Bötsch 2, Schäffer, Kaufmann 3, Drude, Keidel, Winkler, Brielmeier 3, Sauer.

Großwallstadt: Lenz, Putera, Spatz 5/3, Fridgeirsson 3, Sorrentino, Eisenträger, Lopez, Weißbach, Stark 3, Metzner, Prokopec 3/2, Kohlbacher 3, G. Pomeranze 4/1.

Zeitstrafen: DJK 3 x 2min – TVG 6 x 2 min

Siebenmeter: DJK 3/3 – TVG 9/6

Zuschauer: 3075 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Thomas Kern, Thorsten Kuschel

Spielfilm: 1:1, 3:2, 4:5, 6:5, 8:5, 9:7, 10:8, 10:9 (Halbzeit); 11:11, 12:13, 13:13, 13:16, 15:17, 16:19, 18:19, 18:21 (Endstand).