2. Handball-Bundesliga: Abschluss der Rimparer Heimspiel-Trilogie gegen Minden

DJK Rimpar Wölfe – GWD Minden (Mi. 09.03. / 20 Uhr / s.Oliver Arena)

Verschnaufpausen gibt es in diesen Tagen für die Rimparer Wölfe nicht, sondern es geht immer weiter im Drei-Tages Rhythmus. Fünf anstrengende Spiele innerhalb von fünfzehn Tagen stecken bereits in den Knochen der Obinger-Sieben und die nächste englische Woche steht mit dem Mittwochs-Heimspiel gegen den Liga Favoriten aus Minden und der Auswärtsbegegnung am Wochenende in Dormagen im Wölfe Kalender.

„Irgendwie ist das auch ein Spielrhythmus!“, hört man es belustigt aus den Reihen der Akteure in Grün-Weiß, denen der Humor offensichtlich durch nichts abhanden kommt, nachdem der Rahmenspielplan und zwei verlegte Begegnungen ihnen dieses Mammutprogramm von sieben Spielen binnen drei Wochen beschert. Doch Beschweren und Jammern will im Wölfe Lager niemand. „Natürlich sind die Jungs diese andauernde Belastung über einen mehrwöchigen Zeitraum nicht gewohnt und nachdem jeder zwischen den Spielen sich hauptsächlich mit Beruf und Studium beschäftigen muss, ist eine gezielte Regeneration mehr als schwierig. Entsprechend merkt man mittlerweile die körperliche Erschöpfung immer deutlicher.“, so DJK Coach Obinger mit Blick auf die schwierige Partie gegen den Tabellenzweiten aus Minden.

Er geht aber auch davon aus, dass beim Anpfiff in der sOliver Arena die Freude auf den Vergleich mit einer Mannschaft, bei der sechs aktuelle oder ehemalige Nationalspieler mit insgesamt über 600 Länderspieleinsätzen im Kader des Gegners stehen, jegliche Gedanken an Müdigkeit aus den Köpfen seiner Schützlinge verschwinden lässt und man dem Gründungsmitglied der Handball Bundesliga Paroli bieten will. Damals nannten sich die Mindener noch „Grün-Weiß Dankersen“, ein handballhistorischer Begriff der nach wie vor im GWD des Vereinsnamens verankert ist. Einer der großen Traditionsvereine, der mehrere deutsche Meisterschaften, sowie nationale und internationale Pokalsiege in der Vita stehen hat, gibt demnach erstmals seine Visitenkarte in Würzburg ab. Ein Blick auf die Tabelle zeigt dass dieser Besuch vermutlich zunächst einmalig sein wird, denn mit sieben Punkten Vorsprung auf Rang vier deutet alles auf den sofortigen Wiederaufstieg der Dankerser hin.

Doch zuletzt zeigte die Sieben von GWD Trainer Frank Carstens ungewohnte Schwächen, unterlagen erstmalig zu Hause dem HSC Coburg mit 28:29 und am Samstag sogar deutlich mit 22:26 beim Wilhelmshavener HV. Dass dies ein Vorteil für die Wölfe ist bezweifelt DJK Co-Trainer Josef Schömig. „Minden hat eine extrem hohe spielerische Qualität im Kader und reichlich erfahrene Leute die sich durch zwei Niederlagen nicht sofort verunsichern lassen. Mir wäre es lieber gewesen sie kämen mit einer Siegesserie die vielleicht ein wenig leichtfertig macht, als in einer Situation in der sie unbedingt punkten wollen, um ihren komfortablen Abstand zu halten“. Chancenlos sieht man sich im Wölfe Lager dennoch nicht, denn bereits das Hinspiel in Minden war beim 23:21 für die Hausherren ein relativ enges Spiel, welches die Mannschaft um den treffsicheren Kapitän Stefan Schmitt bis in die Schlussminuten offen halten konnte.

Dieser wird am Mittwoch allerdings aufgrund seiner Handverletzung erneut zuschauen müssen und darauf hoffen dass seine Jungs ähnlich zielstrebig auftreten wie bei ihren Erfolgserlebnissen in den letzten Tagen. Drei Mal gingen die Unterfranken zuletzt als Sieger vom Parkett der sOliver Arena, haben damit ihre Position im Tabellenmittelfeld gefestigt und sehen jetzt das Spiel gegen GWD Minden als Kür, in welcher sie als Außenseiter eigentlich nur etwas zu gewinnen haben.
Voraussetzungen also, die ein Handballfest zum Abschluss der dreifachen Heimspielwoche in Würzburg erwarten lassen, bevor die Wölfe erst wieder am Karsamstag zu Hause antreten werden.