Würzburg ist bunt: 2.500 Würzburger demonstrieren gegen Aufmarsch der rechten Organisation „Der III. Weg“

Unter dem Motto „Würzburg lebt Respekt – Neonazis stoppen“ haben sich heute am frühen Nachmittag rund 2.500 Würzburger am Oberen Markt getroffen, um gegen den Aufmarsch der rechten Organisation „Der dritte Weg“ zu demonstrieren. Ganz vorne mit dabei: der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Vom Marktplatz zogen die Demonstranten lautstark unter anderem an der Residenz vorbei und hielten ihre Abschlusskundgebung im Bereich der Philipp-Schnepfer-Allee. Immer an ihrer Seite: die Einsatzkräfte der unterfränkischen und der Bundespolizei.

Gegen 16.00 Uhr startete dann die Auftaktkundgebung des dritten Wegs unter dem Motto „Ein Licht für Dresden“ am Berliner Ring. Auch hier wurden die etwa 160 Teilnehmer von Einsatzkräften der Polizei begleitet.

Trotz einer räumlich und zeitlich geplanten Trennung der beiden Demonstrantionszüge, kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. Mehrere Gegendemonstranten versuchten die Polizeiabsperrungen zu überwinden. Dies konnte von den Einsatzkräften unter anderem durch Einsatz von Pfefferspray verhindert werden. Außerdem wurden insgesamt 7 Gegendemonstranten vorläufig festgenommen. Unter anderem wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Strafvereitelung beziehungsweise Beleidigung. Ein Teilnehmer der Versammlung „Licht für Dresden“, der zwei Gegendemonstranten leicht verletzt haben soll, wurde ebenfalls festgenommen. Insgesamt drei Personen wurden leicht verletzt – darunter ein Polizeibeamter. Alle Festgenommen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder frei gelassen.