Top Ergebnisse in Mexiko für das Deutsche Damenflorett-Team

Einstand in die Weltcup-Saison geglückt

Der erste Weltcup im Damenflorett der nacholympischen Saison fand im
mexikanischen Cancun statt. Die gezielten Vorbereitungen der Damenflorettmannschaft sollten also gleich geprüft werden. Mit insgesamt sechs Fechterinnen trat Deutschland in Mexiko an, davon mit Anne Sauer, Eva Hampel, Leonie Ebert und Tamina Knauer vier
Fechterinnen aus Tauberbischofsheim.

Alle starteten gut in das Turnier, die Vorrunden wurden souverän absolviert. Die vier Tauberbischofsheimerinnen konnten geschlossen in das Tableau der besten 64 einziehen. Am zweiten Wettkampftag wurde die 64er Direktausscheidung ausgetragen, Tamina
Knauer, an Position 40 gesetzt nach der Vorrunde, musste gegen Marta Lyczbinska antreten. Der polnischen Fechterin musste sich die Tauberbischofsheimerin am Ende geschlagen geben. Mit Platz 47 zieht Knauer beim ersten Weltcup der Saison gleich ins Feld der besten 64 ein und feiert einen gelungenen Auftakt. Anne Sauer und Eva Hampel konnten jeweils ihre Auftaktgefechte gegen Marika Chrzanowska (Polen) bzw. Jeromine Mpah-Njanga (Frankreich) gewinnen. Sauer, vor zwei Wochen beim nationalen Turnier in Mosbach noch siegreich, bekam es dann im Gefecht um den Einzug ins Achtelfinale mit der Weltranglistenersten Lee Kiefer (USA) zu tun – schlussendlich musste sich die Tauberbischofsheimerin geschlagen geben und belegte Rang 26. Eva Hampel hatte es ebenfalls mit einer Amerikanerin zu tun. Nicole Ross, an Nummer fünf der Weltrangliste geführt, konnte sich gegen Hampel durchsetzen. Eva Hampel belegte Platz 28 im Gesamtklassement.

Leonie Ebert überragend in Cancun

Die junge Leonie Ebert, gerade in die Altersklasse der Juniorin aufgestiegen,
bekam es an diesem Tag fast nur mit italienischen Fechterinnen zu tun. Im 64er
Direktausscheid stand sie der Italienerin Teo gegenüber und konnte das Gefecht gegen die erfahrene Fechterin für sich entscheiden. Als nächstes war De Constanzo dran – mit einer tollen Leistung qualifizierte sich Ebert für das Achtelfinale. Mit der auf Position vier der Weltrangliste geführten Alice Volpi, ebenfalls aus Italien, wartete eine absolute Spitzenfechterin auf die junge Tauberbischofsheimerin. Mit einer abermals starken Leistung setzte sich Ebert mit 15:13 gegen Volpi durch. Mit dem Viertelfinaleinzug feierte Ebert schon einen nahezu perfekten Einstand in die Weltcup-Saison, bescheinigte ihr auch Bundestrainer Andrea Magro. Dass Ebert sich im Viertelfinale dann Nicole Ross geschlagen geben musste, konnte die 17-jährige nach kurzem Ärger über diese Niederlage letztendlich verschmerzen. Nach ihrem Viertelfinaleinzug beim Grand Prix in Shanghai in der letzten Saison das nächste überragende Ergebnis der jungen Ebert.

Team überzeugt auf ganzer Linie

Olympionikin Carolin Golubytskyi war nach ihrer Verletzung bei den olympischen Spielen in Rio noch nicht am Start. Deshalb musste das Team umgestellt werden, Tamina Knauer rückte ins Team, für sie war es der erste Start in der Nationalmannschaft der Aktiven. „Ich freue mich natürlich riesig, dass ich dabei sein darf und danke meinem Trainer Andrea Magro für das Vertrauen“ gab Tamina Knauer schon vor dem Team-Wettbewerb zu Protokoll.

Im Viertelfinalgefecht gegen Ungarn ließ die junge deutsche Mannschaft nichts
anbrennen und qualifizierte sich sicher für das Halbfinale. Dort wartete dann
die Italienische Mannschaft. An jenem Tag noch eine Nummer zu groß,
verkaufte sich das Team aber teuer. Anne Sauer, Eva Hampel, Leonie Ebert und
Tamina Knauer hatten nach der Niederlage aber dann nur noch ein Ziel vor
Augen – den Sieg im kleinen Finale und damit die Bronzemedaille zu holen.
Gegen ein sich im Umbruch befindendes französisches Team ließ das
deutsche Quartett dann keinen Zweifel an ihrem Willen aufkommen, sich auf
das Podium zu stellen. Mit viel Emotionen erkämpfte sich die deutsche Equipe
den Bronze Rang. Ein in ganzer Linie überzeugender Auftritt der Mannschaft,
sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftsentscheidung. Belohnt wurde
das mit einem Pokal in traditioneller, mexikanischer Maskenform. Dieser Pokal
bekommt sicher ein Ehrenplätzchen auf den Kaminsimsen der Fechterinnen
und von Coach Andrea Magro.

Bild: Die Damenflorett-Mannschaft mit Bundestrainer Andrea Magro.