Spielmanipulation in der Fußball-Regionalliga? Sportgericht stellt Verfahren ein

Das Sportgericht Bayern des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat das nach der Anzeige der SpVgg Bayern Hof wegen des Verdachts der Spielmanipulation der Regionalliga-Partie 1. FC Schweinfurt 05 – SV Heimstetten eingeleitete Verfahren eingestellt. Die Sportrichter entsprachen damit nach eingehender Prüfung dem Antrag des BFV-Verbandsanwalts. Dieser hatte im Rahmen seiner Vorermittlungen unter anderem die Aussagen des Schiedsrichters, des BFV-Spiel- und Medienbeauftragten, der Sicherheitsaufsicht des Verbandes sowie der beteiligten Vereine ausgewertet und auch das Video- und Bildmaterial auf Hinweise für eine mögliche Spielmanipulation überprüft. Ebenso wie der Verbandsanwalt sah auch das Sportgericht Bayern keine Anhaltspunkte für eine Manipulation.

BFV gab bereits am Samstag Überprüfung in Auftrag

Bereits am Samstagabend hatte der BFV eine Überprüfung des Spiels bei der Firma „Sportradar“ in Auftrag gegeben. „Unsere Analyse hat keinerlei Hinweise für eine Wettmanipulation ergeben“, erklärte Sportradar-Manager Andreas Krannich. Die zwischenzeitlich aufgekommenen Gerüchte, beim Stand von 3:1 für Heimstetten sei kurz vor dem Spielende eine Wette auf einen Schweinfurter Sieg mit einem Einsatz von 3.000 Euro und einer Quote von 1:300 platziert worden (Gewinn: 900.000 Euro), bezeichnete Krannich als „absurd“. Es habe nur einen einzigen Buchmacher gegeben, der zum Spielende überhaupt ein Sieg-Angebot offeriert hatte. Die Quote hätte bei 1:67 und nicht 1:300 gelegen. Zudem sei es unmöglich, einen Betrag von 3.000 Euro auf ein solches Event zu setzen.