Sieg in Chemnitz: s.Oliver Baskets holen sich den Heimvorteil im Viertelfinale

Der elfte Sieg in Serie garantiert einen Platz unter den besten Vier – Starker Endspurt bringt den verdienten 89:74-Erfolg bei den NINERS Chemnitz

Drei Viertel lang sahen die Zuschauer in der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle ein Duell auf Augenhöhe, dann drehte der Spitzenreiter der ProA auf und holte am Ende mit 89:74 (40:39) einen standesgemäßen Auswärtssieg beim Tabellenzehnten. Durch den elften Sieg in Serie haben die Würzburger nach dem 23. Spieltag einen Platz unter den besten Vier und damit den Heimvorteil im Viertelfinale sicher. Mit Darren Fenn (20), Carlos Medlock (17), Samme Givens (12), Jason Dourisseau (12), Ruben Spoden (12) und Sebastian Betz (10) trugen sich gleich sechs Baskets-Akteure mit zweistelligen Werten in die Scorerliste ein.

Basti Betz konnte nach seiner Knöchelverletzung wieder spielen, Christian Hoffmann musste nach muskulären Problemen in der Wade noch passen – für ihn durfte der 19-jährige Constantin Ebert zum ersten Mal die Backup-Rolle für Carlos Medlock auf der Spielmacherposition übernehmen. Ganz im Gegensatz zu Hinspiel, als die Messe für die NINERS in der Würzburger s.Oliver Arena schön frühzeitig gelesen war, entwickelte sich in der Richard-Hartmann-Halle von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe.

Bis zum 12:12 in der 6. Minute war der Spielstand immer wieder ausgeglichen, dann konnten sich die Gastgeber dank ihrer guten Trefferquote von außen leicht absetzen. Größer als fünf oder sechs Punkte (25:19, 12. Minute) wurde der NINERS-Vorsprung aber nie. Rechtzeitig zum Seitenwechsel holte sich der Spitzenreiter durch einen Betz-Dreier und vier Spoden-Freiwürfe die knappe 40:39-Halbzeitführung. „In der ersten Halbzeit haben wir nur das gemacht, was wir mussten. Chemnitz hat aggressiver gespielt, deshalb war der Halbzeitstand in Ordnung. Damit waren wir und die Spieler nicht zufrieden“, sagte s.Oliver Baskets Headcoach Doug Spradley: „In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht. Im vierten Viertel haben wir nur noch dreizehn Punkte zugelassen. Wir konnten offene Würfe herausspielen, uns Stück für Stück absetzen und das Spiel bis zum Ende kontrollieren.“

Im dritten Viertel blieb zunächst alles beim Alten: Keine Mannschaft konnte sich mehr als drei Zähler absetzen, und beim Stand von 61:61 nach 30 Minuten war für beide Kontrahenten noch alles drin. Es war Samme Givens, der mit vier Punkten in der 33. Minute die entscheidende Phase der Partie einleitete: Seine beiden Körbe waren der Auftakt zu einem 12:3-Lauf der Würzburger. Die nächsten acht Punkte erzielte Kapitän und Top-Scorer Darren Fenn – seine beiden von Jason Dourisseau und Constantin Ebert gut herausgespielten Dreier zum 68:76 in der 35. Minute bedeuteten die Vorentscheidung.

Weil bei den Gastgebern im vierten Viertel kaum noch Würfe fallen wollten, setzten sich die Unterfranken immer weiter ab und brachten den Sieg am Ende ungefährdet nach Hause. Aufgrund der gleichzeitigen Auswärtsniederlagen von Hamburg, Essen und Heidelberg steht vor den letzten sieben Spielen fest, dass die s.Oliver Baskets im ProA-Viertelfinale Heimvorteil genießen werden. Das erste Spiel der Best-of-Five-Serie wird am Karsamstag (4. April) um 19 Uhr in der s.Oliver Arena ausgetragen.

NINERS Chemnitz – s.Oliver Baskets 74:89 (20:18, 19:22, 22:21, 13:28)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Darren Fenn 20 Punkte/3 Dreier (7 Rebounds), Carlos Medlock 17/2 (5 Assists), Samme Givens 12, Jason Dourisseau 12 (5 Assists), Ruben Spoden 12, Sebastian Betz 10/2, Max Ugrai 2, Jermaine Mallett 2, Jeremy Dunbar 2, Constantin Ebert, Dominik Schneider.

Top-Scorer Chemnitz:
Knutson 14/2, Calvin 13/1, Matthews 12/1, Osborne 9.