Schizophrener wegen Totschlags in Psychiatrie

Ein 43 Jahre alter, psychisch kranker Mann ist vom Würzburger Landgericht am Donnerstag auf unbestimmte Zeit in der Psychiatrie untergebracht worden. Der Aschaffenburger hatte in den frühen Morgenstunden des 18. Dezembers 2013 in der geschlossenen Abteilung des Bezirkskrankenhauses Lohr einen 53-jährigen Mitpatienten mit heftigen Fußtritten ins Gesicht getötet. Die 1. Strafkammer wertete die Tat rechtlich als Totschlag. Der Beschuldigte ist aufgrund einer schweren paranoiden Schizophrenie nicht schuldfähig und konnte daher nicht bestraft werden. Wegen seiner Erkrankung ist er für die Alllgemeinheit gefährlich. In dem sogenannten Sicherungsverfahren vor dem Landgericht wurde deshalb seine Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet. Im Gegensatz zum ersten Verhandlungstag konnte der 43-jährige heute der Verhandlung folgen und legte ein Geständnis ab. Das Motiv für seine Tat: Er ging davon aus, von seinem Opfer vergewaltigt und mit dem Aids-Virus infiziert worden zu sein. Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig.