s.Oliver Würzburg: nächster Anlauf zum ersten Auswärtssieg des Jahres

s.Oliver Würzburg tritt am Freitag um 19 Uhr bei den GIESSEN 46ers an – Vier Heimspiele gegen Ulm, Bremerhaven, Jena und Bayreuth an den letzten fünf Spieltagen der Saison

Seit dem 11. November in Vechta konnte s.Oliver Würzburg in fremden Hallen keinen Sieg mehr einfahren. Der nächste Versuch folgt am Freitag in der Sporthalle Gießen-Ost, in der die Unterfranken eine positive Bilanz vorweisen können: Drei von fünf Partien in der „Osthölle“ – die beiden Begegnungen in der gemeinsamen ProA-Aufstiegssaison eingerechnet – konnten sie für sich entscheiden. Sprungball zum Auswärtsspiel bei den GIESSEN 46ers ist am Freitagabend um 19 Uhr. Das Spiel wird für Abonnenten wie immer live auf Telekom Basketball übertragen, Kommentator ist der Gießener Lokalmatador Stefan Koch. Trotz der relativ kurzen Entfernung treten Headcoach Dirk Bauermann und seine Mannschaft die Busfahrt nach Gießen bereits am Donnerstagabend an.

Für Bauermann ist es das erste Trainerduell gegen seinen langjährigen Weggefährten Denis Wucherer: Der 46ers-Chefcoach begann seine Profi-Karriere als 19-Jähriger in Leverkusen und gewann unter Bauermann unter anderem vier Meisterschaften. 2005 holten Denis Wucherer als Nationalspieler und Dirk Bauermann als Trainer die Silbermedaille bei der Europameisterschaft. 2009/2010 bei der Nationalmannschaft und 2011/2012 beim FC Bayern München sammelte Wucherer dann als Bauermanns Assistent seine ersten Erfahrungen an der Seitenlnie. „Denis und ich stehen ständig in Kontakt, wir werden uns sicher auch im Umfeld des Spiels treffen“, sagt Dirk Bauermann, der gegen seinen Zögling endlich seinen ersten Auswärtssieg als Headcoach von s.Oliver Würzburg holen will.

„Unser Wille ist ungebrochen, die Mannschaft hat im Training wieder gut gearbeitet. Wir haben nach der Niederlage in Ludwigsburg bei der Videoanalyse den Finger deutlich in die Wunde gelegt, die Jungs mussten auch etwas mehr laufen als sonst. Nach einem guten ersten Viertel darf man sich nicht so aus der Ruhe bringen lassen und aufhören zu kämpfen und richtig zu spielen“, so Bauermann: „Ich hoffe, dass die Botschaft angekommen ist und die Mannschaft es in Gießen besser macht Die Jungs waren in Ludwigsburg auch von sich selbst sehr enttäuscht.“

Bauermann: „Unser Wille ist ungebrochen, wir wollen in den letzten Spielen noch einmal richtig Gas geben“

Mustafa Shakur fällt weiterhin verletzt aus, nach der Entlassung von Marshawn Powell treten die Unterfranken daher auch in der „Osthölle“ mit nur fünf Ausländern an: „Das macht sich natürlich in der Tiefe der Mannschaft bemerkbar. Trotzdem ist unser Ziel eindeutig, nicht nur in Gießen zu gewinnen. Wir wollen auch danach in den letzten fünf Spielen. von denen ja vier zuhause sein werden, noch einmal richtig Gas geben.“

Am Gründonnerstag gegen Spitzenreiter Ulm, am Karsamstag gegen die Eisbären Bremerhaven, am 28. April gegen Science City Jena und zum Saisonabschluss am 1. Mai das Frankenderby gegen medi bayreuth: Das sind die vier Heimspiele von s.Oliver Würzburg an den letzten fünf Spieltagen. Das letzte Auswärtsspiel steigt am 23. April bei den Basketball Löwen Braunschweig.

Zuvor gilt es, die zehn Spiele dauernde Auswärts-Niederlagenserie in Gießen zu beenden. In der Gesamtbilanz – inklusive vier Partien aus der ProA-Saison 2014/2015, als beide Kontrahenten als Meister und Vizemeister in die easyCredit BBL zurückkehrten – haben die Würzburg sieben von elf Begegnungen gewonnen. Dabei wurden die Spiele in den letzten Jahren immer erst in der Crunchtime entschieden – so auch das Hinspiel, das die 46ers in der s.Oliver Arena mit 86:81 für sich entscheiden konnten.

Durch eine aktuell drei Spiele dauernde Erfolgsserie haben die Hessen als Tabellenneunter noch sehr gute Karten für die Playoff-Qualifikation. Top-Scorer bei den 46ers ist Cameron Wells mit 14,6 Punkten pro Partie, außerdem punkten die beiden „Big Men“ Dwayne Evans (11,5 Punkte) und Justin Sears (11 Punkte) zweistellig. Im Spielaufbau wird Wells von Skyler Bowlin (8,2 Punkte/4,5 Assists) und dem ehemaligen Würzburger Joshiko Saibou (7,9 Punkte/47 Prozent Dreierquote) unterstützt, der gegen sein Ex-Team sicherlich besonders motiviert sein wird.