s.Oliver Baskets müssen zum Abschluss der Hinrunde in den hohen Norden

s.Oliver Würzburg will am 17. Spieltag bei den Eisbären Bremerhaven auswärts punkten

s.Oliver Würzburg ist am Mittwoch um die Mittagszeit zur längsten Auswärtsfahrt der Saison aufgebrochen: Am Donnerstag um 20:30 Uhr wollen Headcoach Doug Spradley und sein Team nach zwei Heimsiegen in Serie bei den Eisbären Bremerhaven auch auswärts wieder punkten und die Hinrunde der easyCredit BBL und das Jahr 2016 mit einem Erfolgserlebnis beenden. Die Bilanz spricht nach acht Begegnungen eine eindeutige Sprache: Lediglich ein Heimspiel konnten die Nordlichter gegen die Unterfranken für sich entscheiden – damals hieß ihr Trainer noch Douglas Spradley.

Inzwischen ist Sebastian Machowski für die sportlichen Geschicke der Eisbären verantwortlich, die nach einem guten Saisonstart durch fünf Niederlagen in Folge in der Tabelle abgerutscht sind. Der Grund sind ihre Probleme in der Offensive: Während sie bis Ende November noch zu den offensivstärksten Mannschaften der Liga zählten, gelangen den Eisbären in den letzten vier Partien nur noch knapp 68 Zähler pro Partie. Außerdem sind sie in der Defensive das Team der Liga, das seinen Gegnern im Schnitt die meisten Punkte gestattet – mehr als 88 pro Spiel.

Auf dem Weg zurück in die Erfolgsspur soll in Bremerhaven Neuzugang Nemanja Aleksandrov eine wichtige Rolle spielen, der bei seinem Debüt am Montag mit zehn Punkten und sieben Rebounds in Braunschweig einen guten Einstand feierte. Die 61:77-Niederlage bei den Basketball Löwen konnte aber auch der 29-jährige Serbe, der in der easyCredit BBL zuletzt für Oldenburg spielte, nicht verhindern. Er teilt sich die Spielzeit auf der Powerforward-Position ab sofort mit dem ehemaligen Würzburger Ivan Elliott, der mit 10,3 Zählern pro Partie zu den fünf Bremerhavenern gehört, die im Schnitt zweistellig punkten. Außerdem greift er sich mit 5,8 Rebounds die meisten Abpraller bei den Norddeutschen.

Auch die übrigen vier Top-Scorer in der ausgeglichen besetzten Formation der Eisbären kommen aus den Vereinigten Staaten und heißen Quincy Diggs (13,6 Punkte), Jordan Hulls (12 Punkte / 4,9 Assists), Harper Kamp (11,9 Punkte) und Karvel Anderson (11,7 Punkte). Hulls und Anderson sind durch ihre Treffsicherheit von außen hauptsächlich dafür verantwortlich, dass die Bremerhavener mit einer Dreierquote von über 36 Prozent zu den besseren Teams der Liga gehören.

Für die Gastgeber ist die Partie gegen s.Oliver Würzburg erst das siebte Heimspiel der Saison (die nicht gewertete Partie gegen Phoenix Hagen eingeschlossen), von denen sie zwei gewinnen konnten. Nach der Partie des 17. Spieltages wartet auf die Nordeutschen eine vierwöchige Pause – auch deshalb hat Trainer Sebastian Machowski den Eisbären-Fans versprochen, „dass meine Mannschaft sich gegen s. Oliver Würzburg anders präsentieren wird als in Braunschweig“.

Sprungball im Bremerhavener Eisbärenkäfig ist am Donnerstag um 20:30 Uhr, die Liveübertragung mit Kommentator Markus Krawinkel auf Telekom Basketball beginnt eine Viertelstunde früher um 20:15 Uhr.