Rimparer Wölfe: Junge hungrige Wiesel aus Dormagen zu Gast

DJK Rimpar Wölfe – TSV Bayer Dormagen (Sa. 03.10. / 19 Uhr)

Erinnern wird man sich bei den Wölfen gerne an jenes weihnachtliche Spektakel im letzten Jahr, als 2500 begeisterte Zuschauer in der brodelnden s.Oliver Arena einen 33:16-Kantersieg gegen den Gast vom Rhein feierten.  Die Gäste damals als Aufsteiger gegen den Abstieg kämpfend ergaben sich schnell in ihr Schicksal, um sich auf das Punktesammeln vor eigenem Publikum zu fokussieren, doch das Team von TSV Trainer Jörg Bohrmann hat sich seitdem verändert und das nicht zum Schlechteren.

Schon beim Saisonauftakt gegen Ferndorf wurde klar, dass es ihm nicht nur gelungen war, den Ausfall von einigen Leistungsträgern neben Rückraumwerfer Max Bettin zu kompensieren, sondern eine Truppe zu formen, die, durch junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ergänzt, selbstbewusst, technisch und taktisch versiert aufzutreten wusste. Angeführt vom aktuell führenden der Torjägerliste, Sebastian Damm,  fegte man beim Saisonauftakt den Aufsteiger aus Ferndorf mit 37:25 aus eigener Halle. Auch der knappe, aber verdiente 25:23-Auswärtssieg beim Erstligaabsteiger Bietigheim ließ aufhorchen. Danach hatte zwar das Werksteam viermal denkbar knapp das schlechtere Ende für sich, ehe man Sonntag des vergangenen Doppelspieltages in der umkämpften Partie gegen Aufsteiger Springe, sich in den Schlussminuten zwei wichtige Heimpunkte sichern konnte.

Nach der vermeidbaren Niederlage in Henstedt Ulzburg müssen sich die Wölfe erneut auf einen Gegner einstellen der das Tempospiel liebt und entsprechend flink auf den eigenen Beinen sein. Die Durchschlagskraft im Angriff zu verbessern ist der zweite Schwerpunkt bei den Wölfen in der Spielvorbereitung von DJK Trainer Matthias Obinger. Er erwartet in diesen Bereichen eine deutliche Verbesserung seiner Spieler, wobei die verletzungsbedingten Ausfälle des vergangenen Wochenendes dieses Bestreben erschweren werden. Jan Winkler wird mit seiner Kopfverletzung definitiv nicht dabei sein können und hinter Jan Schäffer, sowie Lars Spieß stehen dicke Fragezeichen, wobei die medizinische Abteilung alles unternimmt um zumindest einen der beiden spielfähig melden zu können. Schon deshalb darf man ein spannendes, ausgeglichenes Spiel gegen den Gast vom Rhein erwarten.

Gelingt es den Unterfranken, wieder an die kämpferischen und spielerischen  Elemente, die so kennzeichnend für das Spiel gegen Saarlouis und die letzten sensationellen Minuten gegen Essen waren, anzuknüpfen und steht das Publikum ähnlich geschlossen hinter ihren Wölfen, sollte es trotzdem möglich sein, den Gegner niederzuringen.