Rimparer Wölfe: Julian Bötsch beendet seine Bundesliga-Karriere zum Saisonende

Nach sechs Spielzeiten mit den Wölfe, fast 300 Spielen für Rimpar und zahlreichen Tore in der 2. Bundesliga hängt Kreisläufer Julian Bötsch das Trikot an den Nagel. Berufliche Veränderungen und die enorme Belastung aus Profisport und Arbeitsleben haben den 28-Jährigen Abwehrchef der Wölfe zu diesem schweren Schritt bewogen und er erntet damit von allen Seiten der Rimparer Wölfe viel Respekt: „Zunächst einmal muss man allerhöchsten Respekt und Verständnis für Julians Entscheidung haben. Jeder, der Bötschi kennt weiß, dass er sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht hat. Aber jeder, der Bötschi kennt weiß auch, dass er die letzten Monate noch einmal alles geben wird. Ein loyaler und stets integer Spieler geht von Bord und bleibt uns hoffentlich dennoch in anderer Weise erhalten“, äußert sich Trainer Matthias Obinger zum Ausstieg von Julian Bötsch.

Er weiß um die Wichtigkeit seines Abwehrchefs, der bereits in der Bayernliga das Trikot der Rimparer trug und damals als noch aufstrebendes Talent den Aufstieg der Wölfe in die Bundesliga mitgestaltet hat. Doch nicht nur seine Qualitäten, sondern auch seine Persönlichkeit waren und sind den Wölfen und dem Verein ein stets wichtiges und bereicherndes Element gewesen. „Julians Abschied wird uns sportlich wie menschlich sehr schmerzen. Er war ein stets absolut motivierter Spieler, der für unseren Verein alles gegeben hat. Wir wissen alle, dass er auch in den verbleibenden Spielen für Rimpar alles geben wird und hoffen natürlich ihn für eine andere Aufgabe im Verein halten zu können. Seine Persönlichkeit und Integrität war uns stets eine Bereicherung, die wir ungerne missen würden,“ so Roland Sauer zur neuen Personalsituation. „Wir werden uns jetzt natürlich mit der neuen personellen Situation am Kreis beschäftigen müssen, um zeitnah die Gleise für die neue Saison zu stellen.“

Julian Bötsch äußert sich nach langer Entscheidungsfindung zu seinem Ausstieg: „Ich werde meinen Vertrag nicht verlängern, weil mir die Doppelbelastung einfach zu viel wird. Ich habe eine neue Stelle in meiner Firma bekommen, die mich ziemlich fordert. Der Leistungsdruck bei Arbeit und Handball ist einfach enorm hoch, was mich sehr auslaugt. Ich hätte gerne mehr Zeit für mein Privatleben und das ist mit dieser enormen Doppelbelastung einfach nicht möglich, weshalb ich diesen Schritt gehe. Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, da ich sehr viele Höhen aber auch Tiefen mitgemacht habe in diesem tollen Verein. Ich werde das verbleibende halbe Jahr noch genießen und sportlich alles geben.“