Richtungsweisender Doppelspieltag für die Rimparer Wölfe in der 2. Handball-BL

TV 1893 Neuhausen – DJK Rimpar Wölfe (Fr.23.10 / 20Uhr)

DJK Rimpar Wölfe – EHV Aue                    (So.25.10. / 18Uhr / sOliver Arena)

Das erste Viertel der aktuellen Zweitligasaison ist bereits absolviert und mit 11:9 Punkten liegt die Obinger-Sieben auf dem achten Tabellenplatz voll im Soll. In welche Richtung die Orientierung für die Grün-Weißen aus Rimpar gehen wird, kann sich am anstehenden „Doppelspieltag“ entscheiden, bei welchem schwere aber gleichzeitig auch lösbare Aufgaben auf die Wölfe warten.

Los geht es am Freitagabend in der Metzinger Hofbühlhalle, mit der einzigen Partie der beiden Handballbundesligen bei welcher der Ausländeranteil auf dem Feld bei 0% liegen wird, beim schwach gestarteten TV Neuhausen. Bis auf einen Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Ferndorf, warten die Mannen von Trainer Aleksandar Stevic bislang vergebens auf weitere Erfolgserlebnisse. Der Druck auf „die Jungs“ aus Schwaben wächst von Spieltag zu Spieltag und es müssen schnell Punkte auf das Habenkonto, um nicht frühzeitig den Anschluss zu verlieren.

Ein Grund für das bisher schwache Abschneiden ist sicherlich das schwere Auftaktprogramm des TVN, der neben einigen Top-Teams der Liga auch bereits gegen drei von vier Erstligaabsteigern antreten musste. Mit den erstligaerfahrenen Cornelius Maas, Daniel Wessig und Philipp Keinath, steht Qualität im Kader des Ligaschlusslichts, welche die Aufgabe hat, den vielen Nachwuchskräften auf ihrem Weg in den hochklassigen Leistungshandball zu helfen. Dies gelang bisher noch nicht in der notwendigen Konstanz, so dass ein paar fehlende Kleinigkeiten zu viel oder eine kurze Schwächephase ausschlaggebend waren, um in weitgehend ausgeglichenen Spielen am Ende mit leeren Händen da zu stehen.

Für die Wölfe aus Rimpar gilt es demnach mehr als nur wachsam zu sein und das Bewusstsein zu schärfen, die Stärke des Gegners keinesfalls am aktuellen Tabellenplatz zu messen. Auch wenn weniger als 48 Stunden später das schwere Heimspiel gegen den EHV Aue auf dem Plan steht, wird es keine Gelegenheit geben sich in Neuhausen zu schonen, selbst wenn an diesem zweiten Doppelspieltag für die Wölfe zumindest keine übermäßige Reisestrapazen die kurze Regenerationszeit zusätzlich belasten werden. Anders sieht es für die Schwaben aus, die am Sonntag im über 700km entfernten Wilhelmshaven antreten müssen, um dort um Punkte zu kämpfen. Die bisherige Bilanz der Freitagskonkurrenten zeigt Positives für Rimpar, die beide bisherigen Gastauftritte in Tübingen für sich entscheiden konnten.

Für die Sonntagspartie wird man im Lager der Wölfe vermeiden zu sehr auf die Statistik der Vergangenheit zu blicken. Nur ein Sieg gelang den Unterfranken bisher in den sechs Begegnungen aus gemeinsamen Dritt- und Zweitligazeiten und auch in diesem Jahr haben die Erzgebirgler ein starkes Team im Rennen. Neben konterstarken Außenspielern, überzeugt das Team von Trainer Runar Sigtryggsson durch den eingespielten, torgefährlichen Rückraum. Angeführt von Spielmacher Eric Meinhardt, dem tschechischen Auswahlspieler Ladislav Brykner und dem Nationalspieler Estlands, Janar Mägi, setzt Aue auf einen Block von vier isländischen Akteuren. Einiges an internationaler Erfahrung also auf Seite der Gäste, womit die Jungs aus Rimpar nach minimaler Regeneration und Spielvorbereitung am Sonntag zurechtkommen müssen. Ein Vorteil für Aue ist sicherlich die Vorverlegung ihres Freitagsspiels bei der HSG Nordhorn-Lingen um zwei Tage auf den Mittwoch, wodurch man um einiges frischer in Würzburg an den Start gehen kann.

Beide Seiten plagen derzeit Verletzungssorgen, während Aue langfristig auf den Slowaken Adam Mazur verzichten muss und auch Mägi angeschlagen ist, muss Obinger voraussichtlich ohne die Spieß-Zwillinge auskommen und auch hinter dem ersten möglichen Auftritt von Patrick Schmidt im Wölfe Trikot, steht für das Wochenende noch ein dickes Fragezeichen. Dennoch gehen die Männer um Kapitän Stefan Schmitt mit dem festen Vorsatz an die Aufgabe heran, die Heimserie mit zuletzt fünf Siegen, auch gegen den aktuell Tabellenvierten aus dem Erzgebirge fortzusetzen und damit die eigene Position weiter zu verbessern