Revanche: s.Oliver Baskets gelingt ungefährdeter Start-Ziel-Sieg gegen Heidelberg

s.Oliver Baskets gelingt die Revanche gegen Heidelberg mit 88:73 (45:32) – Playoff-Qualifikation bereits nach dem 21. Spieltag der ProA geschafft

Neunter Sieg in Serie für die s.Oliver Baskets: Der Spitzenreiter der ProA gewann am Sonntag gegen die MLP Academics Heidelberg mit 88:73 (45:32) und blieb damit auch im elften Saisonspiel in der s.Oliver Arena ungeschlagen. Die Qualifikation für die ProA-Playoffs hatten Headcoach Doug Spradley und sein Team bereits durch die Niederlagen von Kirchheim und Vechta am Samstagabend in der Tasche. Gleich fünf Würzburger punkteten zweistellig, Top-Scorer Ruben Spoden wurde nach seinem Double-Double (17 Punkte / 10 Rebounds) zum „Spieler des Tages“ gekürt.

Nach den spannenden Spielen der letzten beiden Wochen gönnten die s.Oliver Baskets im dritten Teil ihres Heimspiel-Marathons den Nerven ihrer Zuschauer mit einem relativ ungefährdeten Start-Ziel-Sieg eine kleine Verschnaufpause. Zwölf Sekunden waren gespielt, da brachte Jeremy Dunbar den Tabellenführer mit einem Dreier auf Kurs. Im Anschluss erhöhte Jason Dourisseau mit acht Punkten in Folge bis zur 4. Spielminute auf eine 13:8-Führung. Die Gäste aus Heidelberg verzweifelten im Auftaktviertel aufgrund der starken Würzburger Verteidigung gleich mehrfach an der ablaufenden Schussuhr.

Mit einem deutlichen 21:14-Rückstand ins zweite Viertel gestartet, verkürzte Akademiker Nico Adamczak bereits nach knapp einer Minute mit einem Distanztreffer auf drei Zähler. Die Unterfranken ließen aber auch in dieser Phase keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen. Ruben Spoden und Samme Givens (16 Punkte / 9 Rebounds) übernahmen nun immer mehr das Kommando.

Spoden zwang Heidelbergs Cheftrainer Frenki Ignjatovic mit einem Korbleger zum 32:24 in der 15. Spielminute erst zu einer Auszeit und legte gleich im Anschluss noch ein Dreipunktspiel nach. Givens räumte beim nächsten Heidelberger Angriffsversuch Flügelspieler Kelvin Martin mit einem Monsterblock ab. Doug Spradley konnte daher dank einer beruhigenden 45:32-Führung bei seiner Halbzeitansprache die Stimmbänder schonen.

Nach einem ausgeglichenen Start in die zweite Spielhälfte erhöhten die s.Oliver Baskets in der zweiten Hälfte des dritten Abschnitts wieder die Intensität. Nachdem die Academics durch einen Dreier von Ahmad Smith in der 24. Spielminute wieder auf acht Punkte verkürzt hatten, zogen die Gastgeber, angeführt von Spoden und Jason Dourisseau (16 Punkte / 7 Rebounds) erneut davon. Kapitän Darren Fenn erhöhte mit seinem zweiten Dreier der Partie in der 29. Minute auf 63:48 – die bis dato höchste Baskets-Führung.

Die ersten drei Viertel hatte der Ligaprimus damit für sich entschieden, und auch im Schlussabschnitt ließen die Gastgeber vor 2.992 Zuschauern nichts mehr anbrennen. Samme Givens gegen John Eggleston lautete das Privatduell, das da letzte Viertel zunächst prägen sollte: Jeweils neun Punkte erzielten beide und erhöhten damit bis zur 38. Minute fast im Alleingang auf 77:66.

Eine spannende Schlussphase fiel dieses Mal aus, statt dessen sahen die Zuschauer noch eine Dreier-Show von Sebastian Betz: Mit drei Distanztreffern innerhalb von 90 Sekunden sorgte Betz für die Entscheidung und eine deutliche Aufbesserung der schwachen Würzburger Dreierquote an diesem Abend (6 Treffer / 23 Versuche). Dominik Schneider und Constantin Ebert trafen am Ende von der Freiwurflinie zum 88:73-Endstand.

Beim vierten und letzten Teil des Würzburger Heimspiel-Marathons sind am kommenden Samstag um 19 Uhr die Gießen 46es in der s.Oliver Arena zu Gast. Für das Spitzenspiel Erster gegen Zweiter gibt es noch Tickets im Online-Ticketshop bei CTS Eventim und bei baller’s planet in der Karmelitenstraße 26.

Trainerstimmen

Doug Spradley, s.Oliver Baskets:
„Wir haben heute nicht überragend gespielt, aber die Leistung war in Ordnung. Wir haben auch ein paar Dinge ausprobiert. Die Zonenverteidigung hat gut funktioniert, deshalb gab es keinen Grund, etwas daran zu ändern. Beide Mannschaften haben heute von draußen nicht gut geworfen, vor allem gegen bestimmte Aufstellungen von Heidelberg war die Zone die beste Verteidigung. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Killerinstinkt vermissen lassen und nur noch mitgespielt. Ich hatte aber nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren werden. 49 Rebounds zeigen, dass der Wille da war, aber wir müssen noch konzentrierter spielen und die Intensität über 40 Minuten hoch halten, vor allem gegen unseren nächsten Gegner Gießen.“

Branislav Ignjatovic, MLP Academics Heidelberg:
„Glückwunsch an Doug Spradley und sein Team, der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft nicht unzufrieden, bis auf die Trefferquote und die Rebounds. Wenn ein Team so lange Zone spielt wie Würzburg heute gegen uns, dann zeigt das einen gewissen Respekt. Normalerweise können wir die Lücken in einer Ball-Raum-Verteidigung gut nutzen und sind von außen sehr gefährlich. Dass das heute in der ersten Halbzeit nicht der Fall war ist ärgerlich und einer der Gründe für die Niederlage. In der zweiten Halbzeit haben wir den Ball besser bewegt und fast unentschieden gespielt. Aber wir haben zum zweiten Mal in Folge die Rebounds deutlich verloren. Wenn man 15 Rebounds weniger holt als der Gegner ist es schwer, vor so einer Kulisse zu gewinnen.“

s.Oliver Baskets – MLP Academics Heidelberg 88:73 (21:14, 24:18, 20:19, 23:22)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Ruben Spoden 17 Punkte (10 Rebounds), Samme Givens 16 (9 Rebounds), Jason Dourisseau 16 (7 Rebounds), Sebastian Betz 14/3 Dreier, Darren Fenn 13/2 (8 Rebounds / 6 Assists), Jeremy Dunbar 5/1, Jermaine Mallett 3, Max Ugrai 2, Dominik Schneider 1, Constantin Ebert 1, Carlos Medlock (6 Assists).

Top-Scorer Heidelberg:
Eggleston 14/2, Martin 10/1, Smith 10/2 (5 Assists), Tinsley 9, Menck 8/1.