Wohnen für Menschen mit hohem Hilfebedarf

Wie in jeder Familie kommt auch dort der Tag, an dem Tochter oder Sohn von zu Hause ausziehen. Doch wie kann das gehen, wenn der Nachwuchs sein ganzes Leben lang auf Unterstützung angewiesen sein wird? Am Wochenende fand in Würzburg eine Elterntagung zu diesem Thema statt. Rund 100 Teilnehmer sind zu der Elterntagung der Lebenshilfe Bayern gekommen. Dort haben sie die Möglichkeit ihre Wünsche und Vorstellungen zu äußern und sich gegenseitig auszutauschen. Bundesweit leben ca. 420.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer geistigen Behinderung. Viele Eltern stehen irgendwann vor der Frage: Was wird aus meinem Kind, wenn es von Zuhause auszieht? Es gibt zahlreiche Wohnangebote für behinderte Menschen – Meist Pfelgeeinrichtungen oder große nicht zentral gelegene Wohnheime. Fragt man jedoch die Eltern, was sie sich für ihre Kinder als Wohnform wünschen, fallen Worte wie: zentral, klein, ambulant und vor allem inklusiv. Die Vorsitzende der Lebenshilfe und Bayerns Landtagspräsidentin Barbara Stamm will sich verstärkt in der Politik dafür einsetzen, dass Wohnformen geschaffen werden, die den behinderten Menschen die beste Lebensqualität bieten können.