TV touring Stammtisch aus dem Ratskeller Würzburg am 04.07.17

TV touring Stammtisch aus dem Ratskeller Würzburg am 04.07.17.

Thema: Würzburg nach den Bürgerentscheiden! Wie geht es weiter am Kardinal Faulhaber Platz?!

Gäste: Dr. Christine Bötsch (CSU), Alexander Kolbow (SPD), Jörg Töppner (Die Grünen), Kurt Schubert (CSU)

Moderation: Volker Omert

  • Florian Evenbye

    Hallo,

    nachdem die Sendung gerade im Internet geteilt wird, habe ich sie mir nun auch
    mal angesehen und muss mich schon wundern. Das Format scheint angenehm
    strukturiert (auch wenn es eine Vermischung Werbung-Inhalte gibt, denn der
    Beginn ist ja ein Werbespott für den Ratskeller. Aber der Ratskeller ist ja
    immerhin ein angenehmer Ort) genauso wie die Stimme des sympathisch wirkenden
    Moderators.

    Allerdings sehe ich keine Glanzleistung journalistischer Art. Abgesehen, davon
    dass lediglich EIN Befürworter für eine gesunde Innenstadt dafür aber drei
    Verhinderer eingeladen sind, verhält sich der Moderator leider konsequent
    parteiisch. Er bezeichnet den einen als Verhinderer und die anderen sind die
    Guten? Eine Vorverurteilung! Und was ist aus journalistischer Sicht vom Begriff
    „Verhinderer“ zu halten? Jeder, der etwas verhindern möchte ist für etwas UND
    umgekehrt genauso jeder Argumentierender. Bei jeder politischen Debatte kann jede Seite diese Begriffe für
    sich verwenden. Ich kenne keine Sendung in einem öffentlich-rechtlichen Sender,
    in der eine Seite vom Moderator als Verhinderer dargestellt wird.

    Unterbrochen wird ständig auch nur einer und seine Argumente für nichtig erklärt. Die
    Unterstellung (u.a. als Schlusswort), dass die Stadt sterben würde, wenn es
    nicht bald auch in eine andere Richtung ginge, ist nicht Aufgabe eines
    Moderators. Und was ist aus Sicht der Werbetreibenden in der Region davon zu
    halten, dass der Moderator es nicht gut findet, dass die kleinen Städte um
    Würzburg herum mehr Umsatz machen könnten? Sendet tvtouring nicht auch in
    Ochensfurt, Schweinfurt oder Kitzingen? In Sonntagsreden handelt es sich immer
    um eine gemeinsame Region in der die Wertschöpfung insgesamt gerne bleiben
    darf.

    Ein bisschen mehr journalistischer Ethos und bessere Vorbereitung (z.B.: Beteilung bei Bürgerentscheiden lassen sich nun mal nicht mit Wahlen vergleichen) würde dem Format sicher gut tun. Denn Moderator und Format sind (vom Inhalt abgesehen) im Grunde sehr angenehm.