Photovoltaik auf Deponie

Photovoltaik gilt als lukrativ – die geregelte Einspeisevergütung sorgt für gutes Geld. Davon profitiert nun auch das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg. Das Team Orange verpachtet seit geraumer Zeit Flächen – und zwar vornehmlich auf Deponien. Wie hier in Waldbrunn sind nun mehr als 10.000 Solarmodule installiert. Eine Firma aus Main-Spessart hat die Anlage gebaut und betreibt sie. Eigentümer der Deponie ist und bleibt jedoch der Landkreis Würzburg. Nun wird die 2,5 Megawatt-Anlage offiziell eröffnet. Am Netz ist sie allerdings schon seit dem 1. November. In Waldbrunn steht bereits die fünfte Anlage dieser Art. Der Landkreis Würzburg nutzt so brachliegenden Flächen – ehemalige Deponien. Und das nutzt nicht nur der umweltfreundlichen Stromgewinnung, sondern auch die Bürger selbst profitieren von den Anlagen. Pro Jahr erzeugen alle fünf Photovoltaikanlagen im Landkreis Würzburg neun Megawatt Strom. Bis zu 10.000 Menschen können so mit Energie versorgt werden. Weitere Anlagen sollen folgen. Doch dafür braucht der Landkreis Würzburg die Zustimmung der jeweiligen Gemeinde. Waldbrunn hat sich dem Vorhaben nicht verwehrt – anders: die Stadt Röttingen. Auf der dortigen Deponie wollte der Stadtrat keine Photovoltaik-Anlage haben – aus Sorge um das veränderte Landschaftsbild.