Krisengespräch zu Stellenabbau bei Siemens

Der geplante Wegfall von 350 der insgesamt 2300 Arbeitsplätze am Standort Bad Neustadt an der Saale schlägt große Wellen. Kürzlich erst hob Bürgermeister Bruno Altrichter die herausragende Produktivität des Betriebs hervor. Auch Landrat Thomas Habermann bezeichnet die Stellenstreichung als einen harten Schlag für die Stadt. Von der SPD kommen Solidaritätsbekundungen. Die Partei verlangt von der CSU Staatsregierung ein klares Zeichen für den Standort.

Bereits vorhandene Strukturen sollen gezielt gefördert werden. Auch die Landesregierung hat das Thema zur Chefsache gemacht. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner spricht von einem schmerzlichen Veränderungsprozess. Sie befindet sich nach eigenen Angaben bereits in Gesprächen mit Siemens. Ziel ist, für die betroffenen Regionen Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Ländliche Gebiete sollen dabei besonders berücksichtigt werden. Ein Krisengespräch ist für heute Nachmittag in der Staatskanzlei angesetzt. Dabei beraten sich Ministerpräsident Horst Seehofer und zwei Mitglieder der Staatsregierung mit betroffenen Kommunalpolitikern, Arbeitsmarkt-Experten und Siemens-Vertretern über adäquate Lösungen.