Marktheidenfeld: Schulgelder aus Spielsucht veruntreut

Ein Lehrer des Balthasar-Neumann-Gymnasiums in Marktheidenfeld im Landkreis Main-Spessart musste sich vor Gericht verantworten. Wegen Untreue in elf Fällen erhielt er eine Freiheitsstrafe von elf Monaten und zwei Wochen, ausgesetzt zur Bewährung. Er soll über drei Jahre rund 68.000 Euro veruntreut haben. Auf das Geld hatte er wegen seiner Vertrauensstellung jahrelang unkontrolliert Zugriff. Das veruntreute Geld war für Klassenfahrten gedacht, sollte für Kopien und Arbeitsmaterial der Schüler ausgegeben werden oder stammte aus Fördermitteln. Der 63-jährige Angeklagte räumte vor Gericht alle Vorwürfe ein. Noch vor seiner Anklage hatte der Lehrer das Geld der Schule zurückbezahlt. Der Angeklagte ist seit Juni vom Dienst suspendiert. Seine Weiterbeschäftigung als Beamter und seine Pension sind in Gefahr. Darüber befindet ein Disziplinarverfahren der Landesanwaltschaft.