Keine Gefahr mehr in Karlstadt: Sperrung aufgehoben

In dem Furnierwerk in Karstadt besteht keine Explosionsgefahr mehr. Die Sperrung wurde aufgehoben.

KARLSTADT. Nachdem es am Freitagnachmittag in einem Furnierwerk an einem Industrieofen zu technischen Problemen bei der Kühlung kam, wurden wegen Explosionsgefahr vorsorglich im Umkreis Evakuierungen sowie Sperrungen des Straßen-, Bahn- und Schiffsverkehrs durchgeführt. Nach über zwei Stunden konnte die Feuerwehr vor Ort wieder Entwarnung geben und die Sperrungen wurden aufgehoben.
Das Unternehmen teilte gegen 17:15 Uhr bei der Integrierten Rettungsleitstelle Würzburg mit, dass es nach dem Ausfall des Kühlungssystems an einem Industrieofen zu Überhitzungen kam und das Problem noch nicht unter Kontrolle sei.
Die Freiwillige Feuerwehr Karlstadt prüfte zusammen mit Fachkräften des TÜV die Situation und es wurde vorsorglich die Evakuierung aller Anwesenden in einem Umkreis von 300 Metern veranlasst. Auch die Arbeiter eines Zementwerks und einer metallverarbeitenden Fabrik in der Nachbarschaft verließen ihre Arbeitsstelle. Der Straßenverkehr auf der B27 zwischen Karlstadt und Retzbach wurde gesperrt und umgeleitet. Die Schifffahrt auf dem nahegelegenen Main sowie der Bahnverkehr der Strecke Frankfurt – Würzburg wurde ebenfalls eingestellt.
Um 19:45 Uhr konnte die Gefahr dann beseitigt und die Sperrungen aufgehoben werden. Bei dem Einsatz waren neben Beamten der Polizeiinspektion Karlstadt und dem Rettungsdienst auch insgesamt über 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Karlstadt, Himmelstadt, Mühlbach, sowie der Werksfeuerwehr der Firma Düker im Einsatz. Auch ein Mitarbeiter des technischen Hilfswerks, zwei Notfallmanager der Deutsche Bahn und die Wasserschutzpolizei Würzburg waren eingesetzt.
Bei dem Vorfall gab es keine Verletzten und es ist bislang von keinem bleibenden Schaden an der Industrieanlage auszugehen. Wie es zu dem Ausfall der Kühlung kam ist derzeit unklar.

Text basiert auf einer Pressemitteilung des Polzeipräsidiums Unterfranken.