Heimspiel der s.Oliver Baskets: vor ausverkauftem Haus gegen offensivstarke „Feuervögel“

Die s.Oliver Baskets wollen auch das Heimspiel am Freitag um 20 Uhr gegen Phoenix Hagen gewinnen und den zweiten Tabellenplatz verteidigen

Nach einer knapp zweiwöchigen Spielpause wollen die s.Oliver Baskets ihren Traumstart fortsetzen und auch im vierten Spiel der neuen Saison ungeschlagen bleiben: Mit dem Heimspiel gegen Phoenix Hagen in der ausverkauften s.Oliver Arena eröffnet der aktuelle Tabellenzweite am Freitag um 20 Uhr den 5. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga. Die Partie wird wie immer live auf Telekom Entertain und telekombasketball.de übertragen, Kommentator ist Jan Lüdeke.

Die „Feuervögel“ aus Hagen sind mit zwei Siegen und zwei Niederlagen gestartet und setzen auch in dieser Spielzeit wie in den vergangenen Jahren in erster Linie auf seine Offensive. „Hagen spielt einen anderen Stil als die anderen Teams in der Liga. Das Team ist sehr stark im Angriff und sucht eigentlich immer den schnellen Abschluss“, sagt Stephan Völkel.

Der Co-Trainer der s.Oliver Baskets ist gebürtiger Hagener und unter anderem für Beobachtung und Scouting der Gegner verantwortlich: „Sie haben viele gefährliche Scorer, jeder ihrer Spieler kann punkten, das macht sie unberechenbar. Man konnte in ihren bisherigen Spielen aber auch sehen, dass sie dem Gegner immer wieder die Gelegenheit geben, ins Spiel zurück zu kommen.“

Phoenix Hagen startete mit einem Auswärtserfolg beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels und feierte am vergangenen Samstag gegen die GIESSEN 46ers seinen ersten Heimsieg seit gut zehn Monaten. Nach einem 19-Punkte-Vorsprung zu Beginn des vierten Viertels setzen sich die Hagener am Ende mit knapp mit 86:83 gegen die Mittelhessen durch.

Starke Spielmacher im Duell: Dru Joyce gegen David Bell

In der letzten Saison gehörte das Team von Trainer Ingo Freyer zu den besseren Auswärtsteams der Liga, konnte dafür in der heimischen Enervie-Arena aber nur zwei Siege einfahren. In den sechs bisherigen Begegnungen der beiden Kontrahenten gewann mit einer Ausnahme immer das Heimteam – Hagen konnte allerdings bei seinem letzten Besuch in der s.Oliver Arena vor gut zwei Jahren die Punkte mitnehmen und führt daher in der Bilanz mit vier zu zwei Siegen.

Bester Werfer der Gäste ist David Bell, dessen knapp 17 Punkte und 6 Assists pro Spiel auf der Spielmacherposition nur von den 18,3 Zählern und 9,3 Korbvorlagen des Würzburger Kapitäns Dru Joyce übertroffen werden.

Als Neuzugang richtig eingeschlagen hat bei den Feuervögeln ein ehemaliger Baskets-Spieler: Power Forward Ivan Elliott stieg mit den Unterfranken 2011 in die Beko BBL auf und erreichte ein Jahr später das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Für Hagen erzielt „Ice“ Elliott zwölf Punkte und acht Rebounds im Schnitt pro Spiel und verwandelte in den ersten vier Partien sagenhafte zwei Drittel seiner Drei-Punkte-Würfe.

Trotz einer langwierigen Verletzung von Center D.J. Covington gehört Phoenix Hagen unter anderem wegen der langen Arme von Ivan Elliott und des Kanadiers Owen Klassen (7,8 Punkte / 7,8 Rebounds) aktuell zu den rebound-stärkeren Teams der Liga – gegen Gießen schnappten sie sich 52 Abpraller, exakt die Hälfte davon am offensiven Brett.

s.Oliver Arena in der Beko BBL zum 56. Mal in Folge restlos ausverkauft

Der erfahrene Flügelspieler Adam Hess (11,3 Punkte), Brandon Jefferson (10,5 Punkte / 4 Assists), Scharfschütze John Mann (8 Punkte / 43,8 Prozent Dreierquote), Covington-Ersatz Tommy Lee Smith sowie die deutschen Youngster Niklas Geske (21 Jahre) und Jonas Grof (19) komplettieren die Neuner-Rotation von Ingo Freyer, der inzwischen in seiner neunten Saison bei Phoenix Hagen an der Seitenlinie steht.

Die s.Oliver Baskets haben die elf Tage seit dem Sieg in Frankfurt genutzt, „um an den Fehlern zu arbeiten, die wir in den ersten drei Spielen gemacht haben. In der Verteidigung gab es noch einige  Unstimmigkeiten, wir haben zu viele Punkte abgegeben“, sagt Ruben Spoden: „Hagen spielt wilder und schneller als andere Gegner, darauf haben wir uns eingestellt. Wenn wir eine gute Leistung in der Defensive hinlegen, können wir das Spiel gewinnen.“

Auch das 56. Heimspiel der s.Oliver Baskets in der Beko BBL wird wieder vor ausverkauftem Haus stattfinden – am Donnerstagvormittag waren nur noch einige wenige Resttickets verfügbar. Die Partie wird wie immer live auf Telekom Entertain und telekombasketball.de übertragen – los geht es um 19:45 Uhr.