Handball-Bayernliga der Damen: HSV Bergtheim glanzlos aber erfolgreich

„Es war alles in allem kein gutes Spiel von uns“ bekannte Trainerin Franziska Kreisel nach
dem 31:20-Sieg gegen Haunstetten II. Die Gäste hatten nach ihrem hohen Sieg in der
Vorwoche gegen Garitz/Nüdlingen noch einmal Hoffnung geschöpft, aus dem Tabellenkeller
heraus zu kommen und so traten sie nicht nur motiviert sondern auch mit einer äußerst
aggressiven offensiven Deckung an.

Eigentlich eine Situation mit großen Einbruchsräumen, die sowohl mannschaftstaktisch als auch individuell den Bergtheimer Spielerinnen liegt. Aber irgend jemand hatte die Handbremse gezogen und es lief nicht rund. Weil man trotzdem zahlreiche Chancen hatte und sogenannte 100%ige liegen ließ, geriet man in Rückstand und konnte sich nur mit viel Mühe gegen tapfer kämpfende Gäste zur Halbzeit heran arbeiten.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann etwas besser. Nachdem Nina Tucher fehlte, musste Mona Oßwald trotz
Verletzung das Tor hüten. Lief es im ersten Spielabschnitt noch nicht rund, steigerte sie sich jetzt
deutlich und gab damit ihrer Abwehr sicheren Rückhalt. Wie immer war auf Annika Brezina
Verlass. Sie kämpfte unermüdlich, hielt ihre Deckung zusammen und setzte im Angriff Akzente.
Anna Renner nutze die Einbruchsräume in der Gästedeckung nun konsequent und als Julia Koß
ihren ersten Siebenmeter verwandelt hatte, platzte auch bei ihr der Knoten. Ab dann lief es in der
letzten Viertelstunde wie gewohnt beim HSV, mit sieben Toren in Serie setzte man sich deutlich
ab und brachte mit 30:21 noch ein einigermaßen standesgemäßes Ergebnis zustande.

„Wir sind keine Maschinen, die immer dasselbe Ergebnis erzeugen können und deshalb ist es alles in allem positiv, dass man auch so ein Spiel gewinnt“ versucht es Kreisel nach dem Spiel mit einer
Erklärung. Nach der Niederlage von Dachau bei der HSG Fichtelgebirge ist im Moment Zirndorf mit 2 Punkten Rückstand der engste Verfolger von Tabellenführer Bergtheim.

HSV Bergtheim: Mona Oßwald (TW), Tanja Bausenwein (3), Annika Brezina (8/3),
Martina Gerdes (1), Carina Hofmann (4), Julia Koß (4/2), Anna Renner
(5), Lena Riedel (4), Anika Schurr (1), Wiebke Vinke

Zuschauer: 210

Schiedsrichter: Fass/Güßregen (Nürnberg)

Spielfilm: 2:4 (9.) – 7:9 (15.) –9:12 (25.) – 11:12 – HZ
15:14 (37.) – 18:17 (40.) – 22:19 (44.) – 29:19 (57.) – 30:21